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Opposition gemeinsam gegen SPD: In Bönen wird die Bürgermeisterwahl spannend – In Unna eher nicht

Vier Oppositionsparteien – CDU, Grüne, FDP und Bürgergemeinschaft – schicken einen gemeinsamen parteilosen Bürgermeisterkandidaten gegen einen SPD-Bewerber ins Rennen, der ebenfalls neu ist. Zumindest in Bönen dürfte die Bürgermeisterwahl am 27. September spannend werden.

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Das verheißt Wahlspannung: Ein parteiloser Verwaltungsfachmann aus dem Kreis Soest will Bürgermeister von Bönen werden und wird von vier Pateien getragen – die SPD kontert mit einem bekannten Bönener. Die Unnaer bekommen möglicherweise nur die Wahl: Kolter (SPD) ja oder nein.

In Unna verheißt der Wahlsonntag wenig Überraschungen. Hier kann der sozialdemokratische Amtsinhaber mit etwas Glück komplett außer Konkurrenz zu seiner dritten Amtszeit durchstarten; denn allein die CDU hält sich die Entscheidung noch offen, ob sie gegen den etablierten Werner Kolter doch noch einen eigenen Kandidaten aufbietet. Und sei es nur, um dem Bürger – und ihren Wählern – überhaupt „eine Wahl“ zu bieten und die Alternative nicht auf „Kreuzchen für Kolter ja oder nein“ einzudampfen.

Werner Kolter

Werner Kolter (SPD).

Das einzige, was der SPD und ihrem Kandidaten aus realistischer Sicht passieren kann, wäre eine unterirdische Wahlbeteiligung. Schon deshalb werden seine Genossen und mit ihnen die Grünen auf jeden Fall eifrig Wahlkampf betreiben (müssen) – nach der anstrengenden Kommunalwahl im Mai 2014 direkt ein weiteres Mal.  Werner Kolter hätte natürlich schon bei den Wahlen zum Stadtparlament noch einmal als Bürgermeister antreten können; er entschied sich jedoch (was legitim war) dafür, seine derzeitige Amtszeit bis Herbst 2015 zunächst voll zu machen. Unnas Steuerzahler kostet diese separate Bürgermeisterwahl rund  100 000 Euro.

CDU-Chef Gerhard Meyer will über einen eigenen Kandidaten wie berichtet die Mitglieder in den Ortsunionen selbst entscheiden lassen. Dieses Basisvotum stellte er in einem Gespräch vor einigen Wochen für etwa Ende Februar/März in Aussicht. Angesichts der demonstrierten Einigkeit von CDU und SPD bei den Haushaltsbeschlüssen ist allerdings ein christdemokratischer Konkurrenzkandidat gegen Kolter aus momentaner Sicht eher nicht so wahrscheinlich.

Die Grünen haben sich wie berichtet entschieden, Kolter mit zu stützen, die Linke signalisierte das ebenfalls, und von FW/FLU und Piraten ist zumindest kein eigener Kandidat zu erwarten – dasselbe gilt für die FDP. Ob diese umgekehrt einen potenziellen CDU-Bewerber unterstützen würde? Dies, so erklärte Fraktionschef Martin Bick, hinge von dem Kandidaten ab.

Kurz zurück nach Bönen: Hier wollen CDU, Grüne, FDP und BG dem parteilosen Stephan Rotering aus dem Kreis Soest in den Bürgermeistersessel verhelfen. Das Quartett wirbt für den Diplom-Verwaltungsbetriebswirt mit den Schlagworten „kompetent und unabhängig“. Rotering ist derzeit Kämmerer der Gemeinde Welver. Die SPD, deren Bürgermeister Rainer Eßkuchen nicht wieder antritt, setzt als Nachfolger auf Robert Eisler – einen waschechten Bönener.

 

Kommentare (1)

  • Christel

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    100.000 € für die Wahl extra ? Unverschämt ! Alle streiten sich um 10.000de Euros und die Extrawahl kostet soviel !!! Das sollte Herr Kolter aus der eigenen Tasche bezahlen, oder der Kinde bzw. dem BBchen geben !

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