Rundblick-Unna » Opfer fast umgebracht: Anklage gegen zwei 16jährige Schwerter im März erhofft

Opfer fast umgebracht: Anklage gegen zwei 16jährige Schwerter im März erhofft

Das Opfer entging bei der brutalen Messerattacke in der Nacht des 28. Januar in Schwerte nur haarscharf dem Tod, und die beiden jugendlichen Tatverdächtigen warten jetzt in Untersuchungshaft auf ihre Anklage.

Die Vorwürfe gegen die beiden gerade einmal 16jährigen Schwerter sind drückend: versuchter Mord und schwerer Raub. Die zuständige Hagener Staatsanwaltschaft hofft, dass noch im März Anklage erhoben wird.

Der 36 Jährige Überfallene aus Schwerte, der den beiden jungen Gewalttätern in jener Samstagnacht am Friedrich-Bährens-Gymnasium begegnete, schwebte nach dem Angriff in Lebensgefahr. Er musste anschließend auch noch nachoperiert werden: Eine Hirnhautentzündung hatte sich eingestellt, da durch das Messer der Schädel geöffnet worden war. Dies schilderte rückblickend im Gespräch mit unserer Redaktion der zuständige Staatsanwalt Bernd Maas und fügt hinzu: „Der Zustand des Mannes war lebensbedrohlich. Es sah sehr,  sehr ernst aus.“

„Sehr, sehr erleichtert“ sei der nun langsam genesende schwer verletzte 36 Jährige deshalb gewesen, als die Polizei schon 5 Tage nach der Tatnacht das vermutliche Täterduo festnehmen konnte. Eine „sehr gute Mordkommission“ habe die Ermittlungen geführt, so Maas, und so konnte der Zugriff bereits am Mittag des 2. Februar in der Schwerter Innenstadt erfolgen.

Beide Verhafteten sind trotz ihrer Jugend bereits polizeibekannt, sagt Staatsanwalt Maas, allerdings nicht wegen Gewaltdelikten. Nach Informationen unserer Redaktion ist der vermutliche Mittäter ein Deutscher, der Haupttäter – der das Messerführte – soll Russlanddeutscher sein.

Der Prozess wird vor der Jugendkammer des Landgerichts Hagen geführt. Da die beiden 16 Jährigen ohne Urteil in Unfreiheit gehalten werden, muss spätestens 6 Monate nach der Verhaftung ein Urteil erfolgen, so Bernd Maas.

http://rundblick-unna.de/raub-und-versuchte-toetung-in-schwerte-2-festnahmen/

Kommentare (6)

Kommentieren