Rundblick-Unna » Öfter mal eine Frau als Chef: 6 Gleichstellungsbeauftragte machten „Frauen fit für Führung“

Öfter mal eine Frau als Chef: 6 Gleichstellungsbeauftragte machten „Frauen fit für Führung“

Immer mehr Frauen arbeiten sich in Kommunalverwaltungen an die Spitze vor. Damit es noch mehr werden, gab es 2014 zum dritten Mal das Projekt „Frauen fit für Führung“. Für die Durchführung schlossen sich sechs Gleichstellungsbeauftragte zusammen: aus Kamen, Bergkamen, Fröndenberg, Lünen, Werne sowie die Gleichstellungsbeauftrage des Kreises Unna. Die fachliche Begleitung übernahm das Studieninstitut Ruhr.

Wie lief das Projekt konkret ab? In etwa wie ein theoretisch unterfüttertes Praktikum. Ein Dutzend Frauen aus Kreis- und Stadtverwaltungen bekamen Einblicke ins Führungsverhalten und den Alltag erfahrener Führungskräfte in unterschiedlichsten Funktionen.  Die „Vorbilder“ profitierten ebenfalls: Sie konnten ihren Führungsstil überprüfen und durch neue Anregungen frischen Wind in den Umgang mit ihren Mitarbeitern bringen. Einige von ihnen hatten zuvor selbst an dem Führungsprojekt teilgenommen.

Wie erfolgreich fördert die Kreisverwaltung selbst ihre Frauen? Recht passabel. 2006 hatte noch alle 13 Fachbereiche und -dienste männliche Chefs. An der Spitze der Stabsstellen war das Verhältnis 50:50, und die damals 37 Sachgebiete wurden zu 81 Prozent von Männern geleitet.

Heute zeichnet sich ein anderes Bild: Zwei Fachbereiche werden von Frauen geleitet, die Stabsstellen sogar komplett. Und die Sachgebietsleitungen – heute 44 – sind zu immerhin 27 Prozent weiblich. Der Anteil weiblicher Chef hat sich damit im Kreishaus in neun Jahren von 18 auf 33 Prozent erhöht.

(Unser Foto zeigt die Teilnehmerinnen des Projekts „Frauen fit für Führung“ bei der Abschlussveranstaltung mit Landrat Michael Makiolla im Kreishaus. Bildquelle: Kreis Unna.)

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Irgendwann sollte es einmal soweit kommen, daß es völlig Unwichtig ist ob es eine Frau oder ein Mann ist, die/der einen Job bekleidet. Typische Männerjobs sollten dann nur die sein, die mehr Muskelkraft erfordern. Anatomisch gesehen haben Männer nun mal mehr Muskelmasse. Ansonsten bin ich für absolute Gleichberechtigung, auch, was die Bezahlung angeht.

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