Rundblick-Unna » „Oberkommissar Weber“ stahl 89Jährigem Gold in hohem Wert – Auch Unna hatte schon sein Polizisten-Fake

„Oberkommissar Weber“ stahl 89Jährigem Gold in hohem Wert – Auch Unna hatte schon sein Polizisten-Fake

Er behauptete, er sei „Oberkommissar Weber“ – und stahl einem Hochbetagten eiskalt das Gold. Ein 89-jähriger Mann aus dem Dortmunder Süden ist Opfer eines skrupellosen Betrügers geworden. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser aktuellen Masche.

Mehrmals bekam der Senior am Freitag Anrufe eines gewissen „Oberkommissars Weber“, der behauptete: Ein Einbruch in Schließfächer der örtlichen Bank stehe bevor. Der 89 Jährige solle daher sicherheitshalber sei Schließfach räumen, empfahl der angebliche Oberkommissar.

Arglos leistete der alte Herr den Weisungen des angeblichen Kripomanns Folge, holte sein Gold aus dem Schließfach und brachte es nach Hause.

Am Nachmittag klingelte es wie telefonisch angekündigt an der Haustür. „Oberkommissar Weber“ notierte sich jedoch nicht nur, wie angekündigt, die Nummern der Goldbarren – um sie vermeintlich gegen falsche austauschen zu können. Sondern nach kurzer Zeit stand der Mann abrupt auf, riss das Gold an sich und flüchtete aus dem Haus. Der 89-Jährige benachrichtigte daraufhin die Polizei.

Die Polizei warnt vor dieser aktuellen Betrugsmasche!!

Auch Unna kam schon in den zweifelhaften Genuss eines Fake-Polizisten. Im Oktober trieb der sein Unwesen. Mehrere Bürger wurden am selben Abend von einem angeblichen Polizeibeamten angerufen worden. Der Mann gab sich als „Thomas Wagner von der Kripo aus und jagte den so überraschend Angerufenen erst mal einen Schreck ein – indem er nämlich behauptete: „Ihr Name steht bei festgenommenen Einbrechern auf einer Liste!“ Huch….

Im weiteren Verlauf der Telefongespräche fragte „Kriminalpolizist Wagner“ seine Opfer unter anderem nach Bankdaten aus und kündigte ihnen an, dass in Kürze zwei Polizisten zu ihren Wohnanschriften geschickt würden. Als ein Betroffener, misstrauisch geworden, nach einer Rückrufnummer fragte, hatte es der „Kripo-Mann“ plötzlich extrem eilig,  das Gespräch zu beenden. Auch die anderen Angerufenen bemerkten zum Glück rechtzeitig den Betrugsversuch.

Bei einigen wurde im Display ihres Telefons die Nummer 110 angezeigt.

Immer wieder hat die Polizei in den vergangenen Monaten Kenntnis von ähnlichen betrügerischen Anrufen erhalten. Immer wieder rufen mutmaßliche Polizisten an und wissen zum Beispiel zu berichten, dass bei festgenommenen Personen oder auch in aufgebrochenen Pkw ein Zettel mit den Personalien der Betroffenen gefunden worden seien. Anrufer erkundigen sich in der Folge dann nach Vermögenswerten in der Wohnung. Erfahrungsgemäß ist es Ziel der Betrüger, die Angerufenen davon zu überzeugen, dass sie im Visier von Einbrechern stehen. Aus diesem Grund wird ihnen nahe gelegt, ihr gesamtes Bargeld von der Bank abzuheben und dieses Geld einem angeblichen Mitarbeiter der Polizei zu übergeben oder gar auf ein fremdes Konto zu überweisen. Die Betrüger gehen bei dieser Masche geschickt vor. Sie generieren häufig durch die Nutzung von unseriösen Internetdiensten eine beliebige Rufnummer, die denen der örtlichen Behörde entspricht. In manchen Fällen erscheint sogar die „110“ im Telefondisplay der potenziellen Opfer.

 

   - Vergessen Sie niemals: Trickdiebe sind erfinderisch! Informieren
     Sie Seniorinnen und Senioren in Ihrer Familien und besprechen 
     Sie offen die Maschen der Betrüger. (Bei Fragen helfen Ihnen die
     im Opferschutz besonders geschulten Beamtinnen und Beamten der 
     Polizei gerne!)
   - Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand am Telefon um Geld 
     bittet!
   - Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr 
     Gesprächspartner - zum Beispiel ein angeblicher Polizist oder 
     auch Enkel - um Geld von Ihnen bittet!
   - Sind Sie sich unsicher, ob "echte" Polizeibeamte vor Ihnen 
     stehen oder Sie anrufen, ziehen Sie Nachbarn, Familienangehörige
     oder direkt die Polizei (unter 110) hinzu. Ein Anruf bei der 
     zentralen Vermittlung der Polizei, ob dort zum Beispiel ein 
     "Herr Weber" arbeitet, reicht jedoch nicht aus. Fragen Sie 
     konkret nach einem Einsatz/Ermittlungen an Ihrer Adresse.

Wichtiger Hinweis: Die Polizei wird Sie nie mit der Rufnummer „110“ anrufen!

   - Übergeben Sie Ihr Geld niemals an Ihnen unbekannte Personen!
   - Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie einen 
     verdächtigen Anruf erhalten haben - egal, ob sie den Betrug 
     erkannt und aufgelegt haben oder schlimmstenfalls sogar Opfer 
     geworden sind. Und: Erstatten Sie Anzeige!

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