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Obdachloser in Hamm täuschte Überfall vor: Anzeige

Obdachloser in Hamm angegriffen und beraubt: Dieser vom Opfer angezeigte Überfall sorgte eine Woche vor Weihnachten für Entsetzen und Empörung.  Heute stellte sich heraus: Die angebliche Straftat hat gar nicht stattgefunden – der Wohnungslose täuschte den Überfall vor.

Der 49-jährige Mann hatte am 16. Dezember bei der Polizei behauptet, er sei an seinem Schlafplatz auf der Neuen Bahnhofstraße beraubt worden, sei dem Täter hinterhergerannt und von diesem anschließend mit einem Messer verletzt worden.

Bei den polizeilichen Ermittlungen stellten sich jetzt so viele Ungereimtheiten heraus, dass letztlich klar war: Der Mann ohne festen Wohnsitz hatte die Geschichte frei erfunden und sich die Verletzungen selbst zugefügt. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat.

Im Sommer 2015 hatte eine angebliche Vergewaltigung am Dortmunder U Schlagzeilen gemacht. Eine 22jährige Soesterin behauptete, abends von zwei Männern in ein Auto gelockt und anschließend vergewaltigt geworden zu sein. Wie sich nach intensiven Ermittlungen herausstellte, war es zwar zum Geschlechtsverkehr zwischen dem vermeintlichen Opfer und einem der Männer gekommen – aber beidseitig aus freien Stücken und in völligem Einvernehmen.  Auch die junge Frau musste sich wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten.

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