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Ob Unna, ob Fröndenberg: Dörfer springen auf den Daten-Highway

Von Fröndenberg lernen heißt siegen lernen – bzw. kann diese frische Erfolgsmeldung aus der Ruhrstadt den Dörflern in Unna Mut machen, wenn sie sich bisher noch mit der digitalen Schneckenpost herumplagen. Schnelles Internet ist machbar. Auch dann, wenn man idyllisch weit weg vom Schuss wohnt und sich, bis sich nach dem Einschalten des Computers gemächlich die Intermetverbindung aufgebaut hat, erst mal in aller Ruhe eine Tasse Kaffee genehmigen kann (oder: muss).

Während sich die  Stadtwerke Unna nach ihrem Glasfasertriumph für Kessebüren (Bild re.) gerade für Billmerich und Massen-Nord warmlaufen, kam am Wochenende die jüngste Erfolgsmeldung aus Fröndenberg-Hohenheide: Pünktlich zum letzten Oktobertag ist dort erneut einem Dorf der Durchbruch zu modernem Internet gelungen.

41 Prozent der Hohenheider in den vom Ausbau betroffenen Straßenzügen – mindestens 40 waren erforderlich – sind rechtzeitig in die Puschen gekommen und haben einen Vertrag mit dem Kabelanbieter Muenet unterschrieben. Mindestens 122 der Haushalte im malerischen Ort zwischen Ostbüren und den Palzdörfern mussten sich vertraglich an Muenet binden, damit das Unternehmen die Ausbaukosten decken kann.

Nach der gleichen „Selbst ist das Dorf“-Devise waren vor zwei Monaten schon die Ostbürener erfolgreich. Auf der Hohenheide liefen die Vertragsabschlüsse zunöchst etwas schleppend an – jetzt ist jedoch die Mindestquote erfüllt, und die Hohenheider jubeln.

Schnelles Inent Hohenheide

Projekt 40plus ist geschafft: Im Fröndenberger Ortsteil Hohenheide wurde die Mindestzahl der Vertragsabschlüsse mit dem Kabelanbieter Muenet an diesem Wochenende erreicht.

 

Die Stadt Fröndenberg stellt 20 000 Euro aus dem kommunalen Haushalt für den Umbau der Kabelverzweiger zur Verfügung. Nochmal 20 000 Euro müssen die Internetnutzer auf der Hohenheide selbst für den Ausbau aufbringen: Bei der Mindestquote von 40 Prozent, rechnete die Stadtverwaltung in ihrem Ankündigungsschreiben an die Bürger vor, wären von jedem Haushalt 160 Euro zu zahlen. Mit jetzt 41 Euro ist es jetzt sogar schon – ein ganz klein wenig – weniger. Jeder Bürger zusätzlich, der seinen Vertrag mit Muenet unterschreibt, drückt die Beteiligungskosten für jeden Einzelnen weiter.

Für die Unnaer Dörfer werben die Stadtwerke Unna eifrig weiter für den Breitbandausbau. Eine Bürgerversammlung in Billmerich am Mittwochabend zeitigte riesigen Erfolg – der Saal Buschmann war drängend voll und das Interesse der Bürger am schnellen Internet enorm rege.

Ähnliches Interesse erwarten die Stadtwerke am Donnerstag – 6. November – auch in der früheren Gerhart-Hauptmann-Schule in Massen-Nord, wo sie ab 19 Uhr über den Breitbandausbau informieren. Ortsvorsteher Dr. Peter Kracht lädt alle Bürger des Massener Nordens noch einmal ausdrücklich zu diesem Abendtermin ein, bei dem die Besucher auch Gelegenheit haben, alle Fragen rund ums fixe Internet an die Stadtwerke-Techniker loszuwerden.

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Gedrängt voll war am 29. Oktober der Saal der Gaststätte Buschmann in Billmerich – für Donnerstag, 6. 11., hoffen die Stadtwerke Unna  auf ähnlich gute Resonanz der Bürger von Massen-Nord. Die Informationsverstaltung zum Glasfaser-Ausbau beginnt um 19 Uhr in der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule.

 

 

 

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