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Nun doch: Dortmund bewirbt sich für EM 2024 – verlockt von 100 Mio. möglichem Umsatzplus

100 Mio. Euro Umsatzplus winken. Dieser Verlockung können Verwaltung und Politik der Stadt Dortmund nicht widerstehen. Dortmund wird seinen Hut als Austragungsort für die Fußball-Europameisterschaft 2024 in den Ring werfen.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) ging in einer Pressemitteilung vorab bereits von einer politischen Mehrheit für eine Bewerbung aus. Am Montag befassten sich die Ratsfraktionen mit dem Thema, heute (4. Juli) entschied der Ältestenrat in einer Sondersitzung mit Ja.

OB Sierau sprach dem Rat ein Kompliment dafür aus, „sich intensiv mit allen Vor- und Nachteilen einer Bewerbung zu befassen“.

Für eine mögliche Teilnahme muss die Stadt noch vor der Ratssitzung am Donnerstag, 13. Juli, eine Bewerbung beim Deutschen Fußballbund (DFB) einreichen. Der politische Beschluss muss somit vorher von einer Mehrheit beschlossen werden.

Bereits in der vergangen Woche hatte sich die Verwaltung positiv über eine Bewerbung geäußert. Ausschlaggebend dafür waren Erkenntnisse und Gesprächsergebnisse der vergangenen Wochen. Dortmund erwartet laut OB Sierau etwa 100 Millionen Euro an Umsatzplus durch eine EM-Beteiligung unter anderem durch Touristen.

Bereits im September dieses Jahres legt der DFB fest, welche Städte innerhalb Deutschlands als Austragungsort in Frage kommen – vorausgesetzt, Deutschland bekommt den Zuschlag für die EM 2024.

Noch vor wenigen Wochen standen alle Zeichen auf Nein: Infrastruktur, Sicherheit etc. für ein derartiges Mammut-Event könnten die Stadt 30 Millionen Euro kosten, so die Warnung. Heute Abend aber entschieden SPD und CDU mit ihrer Mehrheit: Dortmund soll sich nun doch bewerben.

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