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„Nicht relevante Gesprächpartner“ erwarten Erklärung des Bürgermeisters

Bürgermeister Werner Kolters Äußerung, die Kleinstfraktionen – Piraten und Linke – seien für ihn „keine relevanten Gesprächspartner“ zum Thema Haushaltsplan, hat für erheblichen öffentlichen Wirbel gesorgt. Neben den explizit Genannten fühlen sich auch die Freien Wähler (FLU) mit ihren drei Mandaten indirekt von der – für alle unverständlichen – Verbalattacke angesprochen.

Der Bürgermeister äußerte sie während seines Werbens für den Haushaltsplanentwurf vor der SPD Unna-Oberstadt am Mittwochabend (Foto rechts).

Pirat Christoph Tetzner erhielt am Freitagvormittag einen Anruf von Kolter, nachdem er ihn am Morgen in einem offenen Brief zur Klarstellung aufgefordert hatte. Der Brief ging ans Rathaus und die Unnaer Medien und wurde zugleich auf der Piratenhomepage eingestellt.

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Christoph Tetzner (Piratenpartei).

„Herr Kolter hat von seiner Seite versucht, den Sachverhalt darzustellen“, schilderte Tetzner gestern Abend den Inhalt dieses Telefonats. „Ich gehe nach diesem Gespräch sicher davon aus, dass die Sache aus der Welt geschafft wird.“ Tetzner beharrt jedoch auf einer schriftlichen Erklärung des Bürgermeisters. Dieser versuchte am Freitagmittag auch, unsere Redaktion telefonisch zu erreichen. Beim Rückruf im Bürgermeisterbüro war wiederum Werner Kolter leider nicht mehr erreichbar.

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Petra Weber (Die Linke).

Die Fraktionschefin der Linkspartei, Petra Weber, äußert wie Christoph Tetzner ihr Unverständnis über Kolters Ausspruch zur „Relevanz“ der „Kleinen“ (Piraten und Linke haben jeweils zwei Ratsmandate). „Wir finden es unglücklich, wie der Bürgermeister sich hier verhalten hat“, sagte sie Rundblick. „Es wird der Sache nicht gerecht. Wir haben unsere Gründe dafür, gegen den Haushaltsentwurf zu stimmen. Es fehlen uns die sozialen Aspekte.“

In „Solidarität mit den Piraten“ wartet die Linkspartei jetzt auf eine schriftliche Erklärung des Unnaer Bürgermeisters.

 

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