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Neuer CDU-Innenminister Reul auf Antrittsbesuch in DO – 2000 neue Polizisten, aber Pensionierungswelle

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange erwartet in seiner SPD-regierten Stadt eine schnelle Umsetzung der Zusagen des neuen NRW-Innenministers Herbert Reul. Der CDU-Politiker machte am Dienstag (11. 7.)  seinen Antrittsbesuch in der Westfalenmetropole, sprach zu 2.000 Kommissaranwärtern, die dort  vereidigt wurden.

Dabei bekräftigte Reul laut dem Radiosender 91,2 das Ziel, in den kommenden Jahren deutlich mehr Polizei einzustellen. Auch eine bessere und modernere Ausrüstung sei nötig.

Reul

(Foto: Website H. Reul)

Den rund 2000 Neueinstellungen stehen allerdings ebenfalls tausende Ruheständler gegenüber.  Wie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schon vor 3 Jahren warnte,  steuert die Polizei in NRW auf einen massiven Personalmangel zu.

Bis 2025 könnten bis zu 3700 Polizisten weniger Streife fahren oder Verwaltungsarbeit leisten. Die Zahl der Neueinstellungen werde auf lange Sicht nicht reichen,  um die große Zahl der altersbedingten Ruheständler zu ersetzen.

Seit diesem Jahr (2017) gehen laut GdP die  Beamten in den Ruhestand, die in den 70er Jahren im Zuge des Deutschen Herbstes zusätzlich eingestellt wurden. Bis zu 2000 Polizisten könnten dann pro Jahr in Pension gehen.

Polizeiwache Unna

Im ländlichen Raum wie dem Kreis Unna sieht es besonders düster aus. Im vergangenen September begrüßte Landrat Michael Makiolla (SPD) als oberster Dienstherr der Kreispolizeibehörde Unna 9 neue Polizeibeamtinnen und -beamte Auf unsere Anfrage, wie viele Kollegen denn umgekehrt noch 2016 in den Ruhestand gingen/gehen oder ihrerseits versetzt wurden, nannte  Polizeisprecher Thomas Röwekamp folgende Zahlen: 5 Pensionierungen und 3 Versetzungen in andere Behörden. Unterm Strich blieb der KPB Unna damit ein einziger neuer Kollege. Zum Vergleich: In Dortmund waren es netto 40 zusätzliche Polizisten.

 

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