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Neue Option für Tafel Unna: Kirchengemeinde Königsborn bietet „Taubenschlag“ an

Für die Tafel Unna zeichnet sich eine Lösung ab – wieder in Königsborn: Die Evangelische Kirchengemeinde hat Tafel-Geschäftsführerin Ulrike Trümper als mögliche neue Option für die zentrale Ausgabestelle den „Taubenschlag“ angeboten.

Dessen bisherige Nutzung als Kinder- und Jugendhaus wird die Gemeinde zum kommenden Sommer aufgeben; aufgeben müssen: aus Kostengründen. Nun könnte der Altbau, der zentral und gut erreichbar an der Kamener Straße liegt, als neues Domizil der Tafel Unna dienen, die wie berichtet zum Herbst aus ihren bisherigen Räumen an der Fliederstraße ausziehen muss. Die Königsborner Gemeinde hatte der Tafel die Räumlichkeiten viele Jahre lang kostenlos zur Verfügung gestellt. Nun muss sie die Immobilie jedoch aus finanziellen Gründen verkaufen.

Für Tafel-Geschäftsführerin Ulrike Trümper wäre der Taubenschlag „eine schöne Option“. „Es ist ein schönes Haus, das erhaltenswert ist, und für uns wäre es von der Lage her ideal. Wir möchten in Königsborn bleiben. Denn hier ist die Armut.“  Deshalb habe sie das Angebot der Kirchengemeinde sehr gefreut, bestätigte Trümper am Morgen im Gespräch mit der Rundblick-Redaktion.  Doch bei einem 100 Jahre alten Gebäude, dämpft die Tafel-Chefin allzu hohe Erwartungen, müsse man erst einmal den Renovierungsbedarf prüfen.

Taubenschlag Köbo

Als Problem könnten sich die Brandschutzauflagen herausstellen. In dem Altbau ist innen viel mit Holz gearbeitet worden. Die Stromleitungen müssen darauf geprüft werden, ob ihre Kapazitäten für die Lebensmittelkühlung ausreichen. „Wir werden uns das Gebäude nächste Woche in Ruhe von innen ansehen“, skizziert die Tafel-Chefin den nun folgenden nächsten Schritt. Danach könne man weitersehen.

„Wir haben keine Reichtümer“, stellt Ulrike Trümper die grundsätzlich eingeschränkten Möglichkeiten der Tafel dar, „unsere einzige Einnahmequelle sind Spenden. Wir können nicht allein 300 000 Euro für eine Sanierung bezahlen. Wir benötigen mindestens 500 Quadratmeter und können dafür maximal 1000 Euro Miete im Monat bezahlen.“

Das alles macht die Suche nach einer neuen Unterkunft schwierig, aber nicht unmöglich: „Wir haben eine Option in Lünen“, unterstreicht Trümper. „Und wenn man uns in Unna nicht mehr will, nehmen wir das Angebot in Lünen an. Dann machen wir in Unna aber nichts mehr und konzentrieren uns statt dessen künftig ganz auf den nördlichen Kreis.“

Bisher beliefert die Tafel Unna zentral von Königsborn aus Ausgabestellen nahezu im gesamten Kreisgebiet: in Massen (Melanchthon-Haus), Holzwickede, Fröndenberg, Lünen, Bönen, Werne, Bergkamen und Selm.

Tafel Unna

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