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Neue Fußgängerzone ab 2016: Start an der Massener Straße

Der Zwang zum Sparen soll in Unna nicht zwei Jahre lang alle Räder blockieren. Somit hält die SPD an ihrem Vorsatz fest, die Fußgängerzone abschnittsweise attraktiver zu gestalten. Zunächst ausgeklammert bleibt die Bahnhofstraße (Bild rechts) – oberste Priorität hat die Massener Straße.

Das Haushaltssicherungskonzept für die Jahre 2015 und 2016 setzt überschäumendem Aktionsdrang natürliche Grenzen. Deshalb wollen die Sozialdemokraten das kommende Jahr als Planungsphase nutzen und in diesen Monaten auch die nötigen Förderanträge stellen. Denn ohne Fördergelder keine neue Fußgängerzone.

2016 könnte dann schrittweise die Neugestaltung beginnen; Start soll an der Massener Straße sein. So skizziert Fraktionschef Michael Hoffmann die Vorstellungen der Genossen nach der Haushaltsklausur am vergangenen Wochenende.

Fußgängerzone Pflasterarbeiten

Kein Flickwerk mehr – hier im Bild verlegen Arbeiter eine Reihe Steine nach der Umgestaltung des Kirchplatzes neu – sondern ein durchgeplantes Sanieren der Bummelzone ist das Ziel der SPD.

„2015 wollen wir in sehr intensive Diskussionen gehen“, beschreibt Hoffmann die Vorstellungen der SPD von einer Bummelzonen-Sanierung trotz Haushaltsknebeln. „Wie wünschen wir uns unsere Fußgängerzone? Wie sollen die einzelnen Abschnitte aussehen? Welche Fördertöpfe gibt es?“ Man werdee mit Einzelhändlern, Hausbesitzern und Fachleuten reden. „Ein Jahr haben wir dazu Zeit. Wenn wir wissen, was wir möchten und was umsetzbar ist, können wir auf dieser Grundlage Anträge beim Land NRW stellen.“

Der Massener Straße steht an höchster Dringlichkeit – einfach weil sie am kaputtesten ist. Ihr folgen auf der Prioritätenliste der SPD die Wasserstraße sowie die Hertingerstraße. Den Alten Markt sieht Michael Hoffmann „in sehr stabiler Verfassung“, die Bahnhofstraße sei ebenfalls noch vergleichsweise gut im Schuss.

Eine Sonderstellung nimmt der Rathausplatz ein: Die derzeit eher triste Asphaltfläche ist wie berichtet zusammen mit dem weiteren Rathausumfeld Bestandteil des Rahmenkonzeptes „Wege.Orte.Nutzer“, das am 21. 3. 2012 als Leitlinie vom Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung beschlossen wurde. Derzeit erarbeitet die Verwaltung noch konkrete Konzepte für eine Aufwertung der Bereiche

  • Unterführung Königsborner Tor,
  • Treppenaufgang am Bahnhof,
  • Platz zwischen Hotel und Katharinenkirche.

Im Doppelhaushaltsplan 2015/16 sind dafür 400 000 Euro vorgesehen.

Rathausplatz von oben

Bestandteil eines gesonderten Neugestaltungskonzepts: Rathausplatz und Rathausumfeld.

 

Kommentare (5)

  • Rudolf Fröhlich

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    Sie stellen es in Ihrem Artikel so dar, als sei das schon beschlossene Sache. Noch gilt nicht allein das in Unna, was Herr Hoffmann (pardon: Die SPD-Fraktion) will. Da haben die anderen Fraktionen im Stadtrat ja wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und das letzte Wort wird sowieso der Kämmerer haben: Der hat nämlich gerade mit Ach und Krach in seinem Haushaltsplan ein Finanzloch von 4,5 Mio. Euro gestopft. Wer es immer noch nicht begriffen hat: Unna hat momentan keinerlei finanziellen Spielraum mehr. Und Herr Hoffmann sollte nicht mal wieder mehr versprechen, als er am Ende halten kann!

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    • Silvia Rinke

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      Ich möchte Sie an einer Stelle korrigieren, Herr Fröhlich: Im Bericht steht mehrfach die Formulierung „nach den Vorstellungen der SPD“.

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      • Rudolf Fröhlich

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        Die Überschrift suggeriert leider etwas anderes!

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  • G.Bischoff

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    Korrekt.
    Der Rathausplatz u. Umfeld muss nicht vergoldet werden.
    Dieser erfüllt vollstens seinen Zweck.

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  • Hanno

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    Von vergolden spricht niemand. Aber Steine so verlegen, dass alte und gehbehinderte Menschen nicht fallen und sich die Knochen brechen. Ist das zu viel verlangt ?
    Alternativ könnte man die Steuern für Unnaer Bürger verfünffachen, dann kann alles bezahlt werden (Eishalle, Lindenbrauerei, schlaglochfreie Straßen, schön sanierte Schulen, Massener Str. Usw). Für alles ist aber nicht genug Geld da, und deswegen gibt’s nur Streit hier. Und die guten Steuereinnahmen bleiben in Berlin.
    Wer mehr will, muss es anderen wegnehmen. Und übrigens, Politiker zahlen auch Steuern….

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