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Nest von illegal Beschäftigten durch dumme Unfallflucht aufgeflogen – Lokal dicht

Trotz mehrerer illegal beschäftigter Mitarbeiter wiegte sich ein Restaurantbesitzer im Dortmunder Norden offenbar lange in Sicherheit. Dummerweise schleppte ihm ausgerechnet einer dieser Mitarbeiter die Polizei ins Lokal – das ist jetzt geschlossen. Mangels Mitarbeitern.

Der Anfang vom Ende dieses Restaurants war eine Unfallflucht am Mittwoch auf dem Königswall. Rücksichtslos rammte ein Wagen an einen anderen. Der 33jährige Geschädigte ließ ein Hupkonzert ertönen, doch der andere Fahrer dachte nicht ans Anhalten. Also verfolgte ihn der 33 Jährige kurz entschlossen bis zu einem Rolltor im Dortmunder Norden. Dorthin lotste er dann fix die Polizei, die sich von Hausbewohnern das Tor öffnen ließ und in einem Hinterhof landete. Dort stand es: das unfalllädierte Auto.

Den Wagen hatte man also schon mal, und eine entlarvende Werbeaufschrift auf dem Pkw führte die Beamten schnurstracks zum Hintereingang eines Restaurants nahe der Brückstraße.

Als die Polizisten durch diesen Eingang in die Küche kamen, traten – wie im Film –  4 der anwesenden Mitarbeiter sofort die Flucht an. Und  das war natürlich höchst verdächtig, weil normalerweise ja niemand vor der Polizei wegrennt, der nichts zu verbergen hat.

Die Beamten also hinterher. 2 Flüchtige erwischten sie, die weiteren Ermittlungen musste anschließend der Zoll übernehmen.

Denn – wie sich im eindringlichen Gespräch mit dem Restaurantbesitzer herausstellte: Alle 4 geflüchteten Personen waren illegal beschäftigt. Noch schlimmer: Sie hielten sich allesamt illegal in Deutschland auf.

Nicht unter den 4 Mitarbeitern, die so Hals über Kopf das Weite gesucht hatten, war der Unfallflüchtige vom  Königswall. Der war schon vorher getürmt. Wieso? Der 28-Jährige ohne festen Wohnsitz mochte zwar Essen ausgefahren haben, einen Führerschein hatte er jedoch nicht. Ihn erreichte der Restaurantbesitzer zwar telefonisch, doch zurückkommen wollte der Mann partout nicht…

Die Ermittlungen der Polizei (Unfallflucht) und des Zolls (illegale Beschäftigung) dauern an. „Das Restaurant musste kurz nach dem Polizeieinsatz jedenfalls erst einmal ad hoc schließen“, schließt die Polizei diesen nicht alltäglichen Pressebericht: „Ohne Mitarbeiter lässt sich so ein Betrieb eben schwerlich aufrechterhalten.“

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