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Neonazis terrorisieren Politiker und Journalisten mit falschen Todesanzeigen

Es ist morbide und dumpf bedrohlich – und es macht Angst, wenn man plötzlich die eigene Todesanzeige vor sich sieht. Mit solchen Todesdrohungen in Form falscher Todesanzeigen hetzen Neonazis im Internet gegen Journalisten und Politiker aus dem Ruhrgebiet, die sich offen gegen Nazis positionieren. Die NDR-Onlineredaktion berichtet heute von mehreren Fällen, in denen Todesanzeigen mit vollen Namen der Journalisten ins Netz gestellt wurden. Gegen diese neue Form des Psychoterrors durch Rechtsextreme ermittelt das Dortmunder Kommissariat für Staatsschutz.

Die Empfänger der Drohbotschaften vermuten ebenso wie die Dortmunder Polizei, dass die sehr aggressive Dortmunder Neonazi-Szene hinter den üblen Anzeigen steckt. Neben Mitgliedern der Linken, der Piratenpartei und einigen Jusos (Nachwuchsorganisation der SPD) bekamen auch mehrere feste und freie Journalisten sowie Blogger die Drohbotschaften.

Die Todesanzeigen sind unterzeichnet mit „Nationaler Widerstand“, der seit 2012 verboten ist. Abgeschickt wurden die Annoncen von einem Twitter-Account, der inzwischen gelöscht ist.

(Bildquelle: NDR.de)

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