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Nach Unfall und Sperrung: Geisterfahrer in Scharen auf B236

Bei Sperrungen auf Bundesstraßen und Autobahnen als „Geisterfahrer“ gegen die Fahrtrichtung zur Auffahrt zurückfahren – nur was für Lebensmüde? Nein, leider ein haarsträubendes Massenphänomen am gestrigen Sonntagabend (18. 6.) auf der B236.
Die war wegen eines Unfalls kurz vor dem Tunnel Wambel gesperrt – und weil sie keine Lust zu warten hatten, haben zahlreiche Autofahrer kurzerhand umgedreht und sind als Geisterfahrer bis zur Auffahrt zurückgefahren, berichtet der Lokalsender 91,2.
Eine Polizeisprecheri warnte im Radio eindringlich vor derartig lebensgefährlichem Verhalten: Dadurch seien andere Verkehrsteilnehmer gefährdet worden. Selbst wenn alle Autos stehen würden, bestehe eine große Gefahr!

Kommentare (6)

  • Helmut Brune

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    Das ist Rudelverhalten. Wenn einer es macht, folgen die Anderen auch. Lebensgefährlich.

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  • Willy

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    Statt die Polizei selbst mal auf solche Gedanken kommt, absperren und zurück leiten, lassen sie die Leute auf der Piste versauern.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Warst du betroffen, Willy?

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  • M.B.

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    Mittlerweile kann ich so etwas nachvollziehen.
    Das letzte mal stand ich vor einem Monat eine Stunde auf der A52 wegen eines Unfalles auf der A40. Insgesamt dutzende Kilometer Stau, nichtmal mehr Stop+Go. An der Unfallstelle standen dann 3 oder 4 PKWs mit kaum sichtbaren Beschädigungen und ein Polizeifahrzeug. Nach über einer Stunde blockierten die immer noch dieÜberholspur. In England werden Havaristen und leicht verunfallte Fahrzeuge sofort durch die Polizei selber von der Fahrbahn gezogen.
    Einmal habe ich 1,5 Std im Stau auf der A2 verbracht, weil in der Baustelle(!) etwas Sand auf der rechten Spur lag. Anstatt sich von den Bauarbeitern ne Schüppe zu leihen oder das von den LKWs plattfahren zu lassen mußte ein ADAC-Fahrzeug durch den Stau(!) eine Schaufel bringen.
    Nach 4 Schaufeln voll(machte der ADAC-Mann) durfte der Verkehr wieder rollen. Lächerlich.
    Nach vielen solcher Erlebnissen im Laufe der Jahre sieht man das alles etwas pragmatischer.

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  • Willy

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    @ Rundblick
    Nein, ich würde auch aus eigenem Antrieb nie auf einer Autobahn, oder so einer Strecke wie der 236, in Gegenrichtung fahren. Habe aber in über 40 Jahren Außendienst des Öfteren in solch sinnlosen Staus, auch bei mehr als 30°C, gestanden. In dem Tunnel stand ich übrigens auch schon mal eine ganze Weile, da kommt irgendwann Beklemmung auf.
    Für Tempokontrollen ist immer Personal da aber für den im Stau stehenden Autofahrer interessiert sich keiner.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Danke Willy, war eine Interessensfrage. Das mit dem Tunnel stimmt.

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