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Nach Predigt gegen Ehe für alle: Jungschützen aus Kreis Soest sind sauer auf kath. Pfarrer

Ein katholischer Pfarrer aus dem Kreis Soest hat sich den Zorn des Jungschützenvolks zugezogen. Dass Präses Wolfgang Fabian in seiner Sonntagspredigt die Ehe für alle kritisierte, nehmen ihm Günnes Jungschützen krumm: Als bunte Protestnote haben sich die ca. 40  Schützen eine Regenbogenpappe an den Schützenhut gesteckt.

Dem Soester Anzeiger (Onlineausgabe) schilderten die Jungschützen ihren Frust: „Wenn jetzt auch Schwule und Lesben heiraten dürfen, wenn Ehe nicht nur was zwischen Mann und Frau ist, dann tut das keinem weh“, zitiert die Zeitung einen Jungschützen: „Es gibt aber denen, die bislang zurückgesetzt worden sind, eine ganze Menge und die Sicherheit, dass sie voll und ganz angenommen sind. Unsere moderne Gesellschaft ist längst soweit und hält das aus! Unsere Bruderschaft erst recht.“

Präses Fabian stellte sich in der Schützenmesse hingegen hinter die Lehrmeinung der katholischen Kirche. Die Ehe sei für Mann und Frau bestimmt. Als unnötige politische Einmischung kritisierten die Jungschützen das Statement des Pfarrers in der Predigt: Es sei gut, dass das neue Gesetz erst einmal vom Bundesgerichtshof überprüft werde.

Der Schützenoberst versteht beide Seiten. Es gebe sicherlich sowohl Vereinsmitglieder, die hinter dem konservativen Pfarrer stünden, und andere, die viel offener mit dem Thema umgingen. So sei eine Predigt mal richtig zum Gesprächsthema geworden. Pfarrer Fabian unterstrich gegenüber dem Soester Anzeiger, man solle „nichts „verwässern“, nur um dem Zeitgeist hinterherzulaufen.“

Kommentare (8)

  • werner

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    Frage, Was haben Jungschützen mit Ehe zu tun?
    Aufregen würde ich mich nur, wenn man den Jungschützen verbietet ihr Gewehr zu heiraten.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Vielleicht möchten Jungschützen ja andere Jungschützen heiraten?

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  • Willy

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    Sie zeigen sich wenig tolerant anderen Meinungen gegenüber.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Wer, Willy, meinst du die Jungschützen? Oder antwortest du auf Werner?

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  • Helmut Brune

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    Das Katholische Priester sich an kleinen Jungen vergangen haben, wird soweit wie Möglich totgeschwiegen aber hier, bei einem Thema, was längst in den meisten Ländern der Welt akzeptiert ist, den Moralapostel spielen. Da bin ich doch lieber Atheist.

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  • Willy

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    Die Jungschützen meine ich.
    Über die Ehe für alle lässt sich trefflich streiten, auch ohne moralische Werte in den Vordergrund zu zerren. Einer mag sie, andere mögen sie nicht und ich finde jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung dazu.
    Was die Priester angeht, so sollte man sich auch bei ihnen hüten, alle in einen Topf zu werfen.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Alles klar, Willy!

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  • Bernd

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    Putzig (aus meiner Sicht)

    Zitat:
    „Ein katholischer Pfarrer aus dem Kreis Soest hat sich den Zorn des Jungschützenvolks zugezogen. Dass Präses Wolfgang Fabian in seiner Sonntagspredigt die Ehe für alle kritisierte, nehmen ihm Günnes Jungschützen krumm: Als bunte Protestnote haben sich die ca. 40 Schützen eine Regenbogenpappe an den Schützenhut gesteckt.“

    Ähäm, eventuell „Provinz“ – nix merken??
    Stelle ich mal zur Diskussion…

    Dazu ein weiteres Zitat + Anmerkung meinerseits:
    Zitat:
    „Dem Soester Anzeiger (Onlineausgabe) schilderten die Jungschützen ihren Frust: „Wenn jetzt auch Schwule und Lesben heiraten dürfen, wenn Ehe nicht nur was zwischen Mann und Frau ist, dann tut das keinem weh“, zitiert die Zeitung einen Jungschützen: „Es gibt aber denen, die bislang zurückgesetzt worden sind, eine ganze Menge und die Sicherheit, dass sie voll und ganz angenommen sind. Unsere moderne Gesellschaft ist längst soweit und hält das aus! Unsere Bruderschaft erst recht.“
    Aja – gespickt mit Bullshit-Bingo-Worten/Sprüchen; ich nehme einen mal heraus: „Unsere moderne Gesellschaft ist längst soweit und hält das aus“ – hier sehe ich kurz gesagt: ZAHLT, also über Steuererleichterungen für diese Art „Ehepaare“.
    Über das Adoptionsrecht, was damit implizit auch für derartige „Ehepaare“ ermöglichtn wird, will ich hier nicht wirklich nachdenken – mich grausts nämlich dabei, wenn ich an die Seelen der potentiell zu adoptierenden Kleinkinder in derartige Ehen denke :-(

    Grüße an RBU,
    fand das interessant – also wie im „Volk“, respektive der erwähnten Basis; hier bei einem marginalem „Jungschützenvolk“ darüber argumentiert wird.

    Und; um meine persönliche Meinung dazu auch kund zu tun:
    Ich halte dieses neue Gesetz zu dem Thema für falsch/völlig daneben.
    Weitere Begründungen zu meiner Ansicht könnte ich nachliefern, wenn denn gewünscht, allerdings ist das „Kind schon in den Brunnen gefallen“ – damit scheint es mir doch obsolet…

    Gruß an RBU/die Leser der Kommentare hier

    Bernd

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