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Nach Neonazi-Protest gegen Flüchlingsdemo gewalttätige Ausschreitungen zwischen Linken und Rechten

Zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Rechts- und Linksextremen ist es gestern Abend auf dem Dortmunder Bahnhofsvorplatz gekommen. Laut Polizei gingen nach einer Kundgebung von Neonazis ca.  45 Anhänger des antifaschistischen Spektrums auf die Demonstranten los. Die Polizei musste mit einem Großaufgebot dazwischengehen und auch Schlagstöcke einsetzen, um die verfeindeten Lager zu trennen.

Wie es im Polizeibericht geschildert ist, hatten die insgesamt mehr als 130 Nazigegner zunächst friedlich gegen die Rechtsextremisten demonstriert. Diese riefen in der Innenstadt Parolen gegen syrische Asylbewerber, die – wie berichtet – ab der kommenden Woche ihr Protestcanp von Huckarde in die Innenstadt verlegen wollen. Die Flüchtlinge drängen auf zügigere Bearbeitung ihrer Asylanträge, damit sie ihre Familien zu sich nach Deutschland holen können.

Als die Neonazis bereits auf dem Rückzug waren, versperrten ihnen etwa 40 Antifaschisten den Weg. In der zunehmend aggressiven, aufgeheizten Stimmung flogen Gegenstände. Die Polizei konnte die verfeindeten Gruppen nur mit massivem Körpereinsatz daran hindern, mit Fäusten aufeinander loszugehen.

Verletzt wurden nach heutigem Stand niemand.

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