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Nach Neonazi-Aufmarsch noch Brandstiftung in Hausflur: Zehn Menschen verletzt

Im Dortmunder Stadtteil Eving hat es zusätzlich zu dem bedrohlichen Neonazi-Aufmarsch vor der Flüchtlingsunterkunft (wir berichteten) gestern auch noch eine Brandstiftung gegeben, bei der zehn Menschen verletzt wurden. Die Polizei fahndet nach vier Männern, die in einem dunklen Pkw davon fuhren – sie könnten möglicherweise an der Tat beteiligt gewesen sein.

Gegen 22.20 Uhr wurde ein Hausbewohner aus dem Mehrfamilienhaus durch das schrille Piepsen eines Rauchmelders aufgeschreckt. Im Hausflur brannte ein Kinderwagen, den der Bewohner geistesgegenwärtig nach draußen brachte und dort ausbrennen ließ. Die Feuerwehr musste im Hausflur noch Teile des Fußbodens löschen, da dieser durch die starke Hitzeeinwirkung zu glühen begonnen hatte.

Alle Hausbewohner verließen rechtzeitig das Haus, erlitten jedoch infolge der Rauchgase leichte Verletzungen. Insgesamt  zehn Menschen mussten zur ambulanten Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung aufgenommen. Einer der Hausbewohner beobachtete kurz vor Eintreffen der Polizei vier Männer, die sich vor dem Haus am Rübezahlweg offensichtlich stritten und anschließend mit einem dunklen Pkw davon fuhren. Ob hier eine Tatbeteiligung zu vermuten ist, ist derzeit noch unklar.

Hinweise erbittet die Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter der Telefonnummer 132-7441.

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