Rundblick-Unna » Nach Nacktjogger im Bornekamp nun Nacktparker vor Katharinenschule? Polizei traf ihn nur mit Hose an…

Nach Nacktjogger im Bornekamp nun Nacktparker vor Katharinenschule? Polizei traf ihn nur mit Hose an…

Folgt auf den Nacktjogger im Bornekamp jetzt ein Nacktparker vor der Grundschule im Bornekamp? Unter Eltern in Unna geht große Sorge um:

In Unna sei ein Herr mittleren Alters unterwegs, der sich nackt – komplett nackt, also auch ohne Unterhose – in seinem schwarzen Skoda sitzend vor die Katharinenschule stelle. Dies immer wieder und immer sehr lange, auch als es in der vergangenen Woche so heiß war.

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Nicht nur vor der Grundschule im Bornekamp (Bild oben), sondern auch auf dem Lidl-Parkplatz an der Bertha von Suttner-Allee (Iserlohner Straße) soll der Mann schon nackt im Auto gesessen haben. Auf die Aufforderung, wegzufahren, sei er wiedergekommen. Die Polizei sei wohl verständigt, gab uns eine Leserin die Schilderung einer Bekannten weiter. Besorgt fragen sich Eltern: Sind unsere Kinder in Gefahr? Was tut die Polizei?

Die Unnaer Polizei ist über den vermeintlichen Nacktparker im Bilde, bestätigte uns Polizeisprecherin Vera Howanietz auf unsere Anfrage am heutigen Nachmittag.  Der Mann sei gestern (Mittwoch) nach einem Hinweis an die Polizei überprüft worden. Die Beamten trafen in seinem Auto an: obenrum ohne, untenrum mit.

„Er saß mit bloßem Oberkörper, aber mit Hose im Auto“, konkretiert die Polizeisprecherin das sommerlich-luftige Outfit des Herrn. Dessen innige Beziehung zu seinem Skoda hat übrigens triftige Gründe: „Er lebt in seinem Auto. Er ist wohnungslos.“ Beides (mit nacktem Oberkörper im Auto zu sitzen und im Auto zu „wohnen“) sei erstmal keine Straftat.

Wer den Mann tatsächlich aber splitternackt im Adamskostüm im Auto öffentlich parken sieht, soll bitte sofort die Polizei verständigen, appelliert Vera Howanietz. „Nicht erst die Beobachtung auf Facebook stellen und diskutieren, sondern als Erstes die Polizei informieren. Nur so können wir umgehend eingreifen.“

Nackt in der Öffentlichkeit:

Bei öffentlicher Nacktheit ist juristisch von einer „Belästigung der Allgemeinheit“ auszugehen. Dabei handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit (§ 118 OWiG), nicht um eine Straftat wie bei einer Erregung öffentlichen Ärgernisses. In der Praxis erfolgt bei öffentlicher Nacktheit in der Regel ein Platzverweis, eine Verfolgung als Ordnungswidrigkeit erfolgt in der Regel nicht.

Quelle: Wikipedia

Kommentare (1)

  • Burkhard

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    Ist es nicht schon seltsam, warum greift dann § 118 OWiG nicht bei einer Sendung wie „Naked Attraction“ auf RTL II. Da werden die Geschlechtsteile ja auch öffentlich zur Schau gestellt.
    Um nicht missverstanden zu werden, wer sich in schamverletzender Weise Kinder zur Schau stellt, gehört weggesperrt.
    Aber wer garantiert, das Kinder solche niveaulosen Sendungen wie auf RTL II nicht doch mitbekommen.
    Nur mal so zu Nachdenken, bevor die Empörungsmaschinerie wieder losgeht.

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