Rundblick-Unna » Nach den Osterfeuern qualmt es weiter – oder wieder…? Polizei betont: Nicht angemeldet heißt nicht genehmigt

Nach den Osterfeuern qualmt es weiter – oder wieder…? Polizei betont: Nicht angemeldet heißt nicht genehmigt

Nach dem Osterfeuer ist vor dem Osterfeuer? In Lünern qualmt es jedenfalls heute munter weiter (oder schon wieder) vor sich hin, beschwerte sich am Mittag ein Rundblick-Leser aus dem östlichen Dorf. „Warum darf da einer eigentlich am Ostermontag am Mittag noch seinen Abfall verbrennen? Das ganze Dorf ist verpestet.“
Qualmend Abfall verbrennen, egal ob am Ostermontag oder an anderen Tagen, das  darf niemand, unterstreicht Martin Volkmer von der Leitstelle der Kreispolizeibehörde auf unsere Anfrage. „Generell müssen in Unna alle Osterfeuer angemeldet und genehmigt sein.“ Genehmigt hatte das Ordnungsamt für dieses Osterwochenende stadtweit 54 Brauchtumsfeuer – die Auflistung der größten hatten wir online gestellt. Alle loderten entweder am Karsamstag oder am Ostersonntag jeweils ab dem frühen Abend in den Himmel, wie es dem österlichen Brauchtum eben entspricht.
Von genehmigten Osterfeuern mittags am Ostermontag hat auch Martin Volker – langjähriger früherer langjähriger Ortsvorsteher in Hemmerde noch nie etwas gehört. Eine Streifenwagenbesatzung fuhr zu einer Kontrolle raus. Das Ergebnis teilte Volkmer eine halbe Stunde später unserer Redaktion mit: „Es qualmt an verschiedenen Stellen – das tut es aber in ganz Unna noch. Die Osterfeuer von gestern und auch noch von vorgestern glimmen und qualmen noch bis zu ein paar Tage nach“, weiß der Polizist und frühere Ortsvorsteher von Hemmerde aus langjähriger Erfahrung. Gleichwohl ist es nicht erlaubt, heute weitere neue Osterfeuer zu entzünden. Bürger, die sich von solchen Aktionen beeinträchtigt fühlen (weil der Nachbar evtl. den gesamten Garten verqualmen), steht es frei, die Polizei zu informieren.
Osterfeuer
Die Gesamtzahl der Osterfeuer ist mit stadtweit 54 in Unna vergleichsweise niedrig: In Bönen, nur ein Drittel so groß wie Unna, sind 111 genehmigt worden. Das Unnaer Ordnungsamt begrüßt eine geringe Zahl an Osterfeuern schon aus Umweltgesichtspunkten. Zudem sei es geselliger und dem Zusammenhalt im Stadtteil dienlicher, wenn sich viele Menschen um ein gemeinsames großes Feuer versammeln, als wenn jeder Verein sein eigenes Feuerchen abfackelt.
In vielen Stadtteilen funktionieren diese Zusammenschlüsse zu einzelnen großen Feuern schon sehr gut. Eine Ausnahme bildete das östliche Dorf Hemmerde,  wo die Dorfstrukturen noch sehr gefestigt sind. Hier loderte am Ostersonntagabend gleich vier Feuer – sogar fünf, wenn man das eigene der Dorfgemeinschaft Dreihausen mitrechnet. So hatten die Hemmerder gestern Abend die Qual der Osterfeuerwahl: Die erste, zweite und dritte Kompanie des Schützenvereins entzündeten am Holtumer-  und am Wannweg jeweils ihre eigenen Feuer, und ein viertes organisierte die Ev. Kirchengemeinde Hemmerde-Lünern am Ressenufer.

Kommentare (2)

  • Helmut Brune

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    Auch hier qualmen die Reste noch aber es ist Bewachung dabei. Man läßt sie kontrolliert ausbrennen.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Unser Mitgefühl, Helga Pszolka, in manchen Stadtteilen war die Qualmglocke wirklich beachtlich.

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