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Nach dem Brand läuft es im Hospital (fast) wieder normal

Im Technikraum hat es nicht gebrannt, trotzdem ist der Raum im Katharinen-Hospital Unna nicht mehr zu nutzen. Foto: Tobias Kestin

Im Technikraum hat es nicht gebrannt, trotzdem ist der Raum nicht mehr zu nutzen. Foto: Tobias Kestin

Geschäftsführer Klaus Bathen wirkt völlig entspannt. „Es wird von Stunde zu Stunde besser“, sagt der Bathen. Vier Stunden nach dem Brand in seinem Katharinen-Hospital Unna läuft der Betrieb fast wieder normal – dank den Improvisationskünsten des Krankenhauses.

Die Ambulanz, die nach dem Brand in der Radiologie am Donnerstagvormittag vorerst nicht zu nutzen ist, ist einfach innerhalb des Krankenhauses umgezogen. „Davon merken die Patienten fast nichts“, sagt Bathen. Nur, dass sie nun in anderen Räumen behandelt werden. So sind auch die anderen Abteilungen betroffen – etwa die Handchirurgie, in deren Räumen derzeit ambulante Patienten sind. Auch der Rettungswagen kann das Katharinen-Hospital derzeit nicht auf gewohnten Wege anfahren, der Wagen kommt am Haupteingang an.

 Leih-CT kommt auf dem Lastwagen

Auch auf den Computertomographen müssen die Ärzte nicht lange verzichten. Aus Castrop-Rauxel kommt ein Lastwagen mit dem CT auf einem Anhänger. Der wird vorerst für eine Woche im Garten des Hospitals stehen und für dringende Untersuchungen genutzt. Untersuchungen mit dem Magnetresonanztomographen, der zur Praxis Dr. Heinz Werner Schulze gehört, fallen dagegen vorerst aus.

„Da ist alles schwarz“, sagt Bathen über den Technikraum und den Räumen mit CT und MRT. Auf dem Gang der Abteilung sieht es dagegen fast schon wieder aus wie immer. Lediglich leichte schwarze Spuren und der kräftige Brandgeruch zeugen noch von dem Brand am Vormittag. „Der Geruch verschwindet aber von Stunde zu Stunde“, sagt Bathen. Wer am Donnerstag ins Krankenhaus muss, stellt den leichten Geruch immer noch fest, er wird stärker je näher man an die Radiologie kommt.

 Reinigungstrupp kommt am Freitag

Auch ein Reinigungstrupp, der sich auf Brandsanierung spezialisiert hat, ist schon vor Ort. Die Fachleute planen derzeit ihren Reinigungseinsatz am Freitag. Mit 15 Mitarbeitern wollen sie den Brandschmutz im Katharinen-Hospital beseitigen.

Kurz nach dem Brand nahm Klaus Bathen den ersten Kontakt zum Evangelischen Krankenhaus in Unna auf. Dort signalisierte das Team gleich Hilfsbereitschaft. Deren CT benutzen nun auch Patienten aus dem Katharinen-Hospital. „Das ist eine Hilfe und Unterstützung, die wir sehr dankbar angenommen haben“, sagt Bathen. Auch in der Praxis von Dr. Schulze steht ein CT, direkt gegenüber vom KK, auch dort können Patienten durchgecheckt werden.

Computertomograph gerade einmal ein halbes Jahr ein

Es ist gerade einmal ein halbes Jahr her, dass das Katharinen-Hospital einen neuen CT angeschafft hat. Etwa eine halbe Million Euro hat das Gerät gekostet und gehört laut Bathen zur Spitzenklasse. In wie weit eine Reparatur möglich ist oder ob der CT nur noch Schrottwert hat, kann zu diesem Zeitpunkt niemand sagen. Eins steht aber fest: Inklusive Renovierung der Abteilung geht der Schaden wohl in die Millionen.

 

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