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Mutmaßlicher BVB-Attentäter: „Ich war es nicht“ – Bomben „selbstgebastelt“

Er will es nicht gewesen sein. Der festgenommene Verdächtige im Fall des Bombenanschlags auf den BVB-Mannschaftsbus am 11. April streitet die Tat ab. Das berichten heute verschiedene überregionale und regionale Medien (z. B. Süddeutsche Zeitung und „Spiegel“).

Nach Aussagen des Anwalts des 28 jährigen Deutsch-Russen habe sein Mandant gegenüber dem Ermittlungsrichter direkt nach der Festnahme betont: „Ich habe die Tat nicht begangen.“ Die Polizei versuche, so der Anwalt, zwischen seinem Mandaten und dem Anschlag „Zusammenhänge herzustellen“.

Hingegen zeigte sich die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am heutigen Freitag weiterhin überzeugt, den richtigen Täter gefasst zu haben. Der Tatvorwurf sei „gewichtig“. Gleichwohl dauerten die Ermittlungen an. Unklar sei immer noch die Frage, woher der Sprengstoff kam. 

Wie die Süddeutsche Zeitung und der NDR berichten, soll es sich nicht – wie nach dem Anschlag spekuliert – um militärische Zünder und auch nicht um gewerblichen Sprengstoff gehandelt haben. Statt dessen habe der Täter offenbar „eine Art Selbstlaborat mit den dafür üblichen Stoffen gebastelt“.

Der Verdächtige arbeitete seit Mitte 2016 als Elektriker in einem Tübinger Heizwerk. Am 11. April hielt er sich im Mannschaftshotel des BVB auf. Dort habe er aber nur „Urlaub gemacht“, sagte der Anwalt gegenüber den RN. Festgenommen worden war der 28 Jährige am 21. April in Tübingen. Verdächtig soll er sich auch dadurch gemacht haben, dass er nur 4 Wochen vor dem Anschlag auffällig weite Strecken mit einem Mietwagen zurückgelegt haben soll, obwohl er ein eigenes Auto besaß.

Nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft handelte der verhaftete 28 jährige Deutsch-Russe aus Habgier. Er soll an der Börse auf einen Kurs-Crash der BVB-Aktie spekuliert haben. Vorgeworfen werden ihm versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung. Damit droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

 

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