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Motorradfahrer raste mit 146 statt 100 km/h – Doch die meisten hielten sich ans Limit

Der ruhmlose Spitzenreiter raste mit 146 km/h statt erlaubten 100 über die Landstraße: Er darf mit einem Monat Fahrverbot und einem Bußgeld von mindestens 160 Euro rechnen. Aber: Das Vorurteil über Motorradfahrer „die rasen alle wie die Bekloppten“ bewahrheitete sich zumindest bei dieser Schwerpunktkontrolle nicht.

Aufgrund der sommerlichen Temperaturen, die die Motorradfahrer in Scharen auf die Piste lockte, entschloss sich die Polizei im ländlichen Kreis Soest zu einem Schwerpunkteinsatz am Sonntag; dem Tag, an dem zwei schwere Motorradfälle zu beklagen waren, am Hillering in Unna-Billmerich (ein Schwerverletzter) und auf der A 445 bei Neheim (ein Schwerverletzter, ein Toter).

„Wir wollten einerseits mit den Motorradfahrern an den bekannten Treffpunkten ohne konkreten Anlass ins Gespräch kommen, andererseits aber auch gezielte Geschwindigkeitskontrollen an häufig genutzten Motorradstrecken durchführen“, beschreibt die Pressestelle des Soester Präsidiums den Sinn dieses Sonntagsdienstes.

Die erfreuliche Beobachtung: Zwar gab es acht Unverbesserliche (die mehr als 20 km/h zu schnell waren und nun eine Anzeige erwarten dürfen), und ein Lippstädter brachte es sogar auf fast 50 km/h zuviel auf dem Tacho. Aber die meisten Biker hätten sich an die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten gehalten, lobt die Polizei.

Sie rät Motorradfahrern, ihre Maschinen gerade zum Start in die neue Saison sorgfältig auf technisch einwandfreien Zustand überprüfen zu lassen. „Und die Fahrer sollten sich und ihr fahrerischen Können nicht überschätzen, damit alle Verkehrsteilnehmer sicher ans Ziel kommen.“

Während der warmen Jahreszeit wird die Polizei daher in regelmäßigen Abständen diese Schwerpunkteinsätze durchführen.

(Foto: Kreispolizeibehörde Soest)

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