Rundblick-Unna » Monatelang von Exfreund verfolgt, brutal geprügelt, bedroht – der Gewalttäter blieb frei

Monatelang von Exfreund verfolgt, brutal geprügelt, bedroht – der Gewalttäter blieb frei

Monatelang verfolgte ein vorbestrafter Gewalttäter aus Dortmund, er wurde immer wieder nur auf Bewährung verurteilt, blind vor Rache seine Exfreundin. Er prügelte die 25 Jährige mehrmals grün und blau.

Zuletzt spürte er die junge Frau am 19. Februar, einem Sonntag, frühmorgens in der Wohnung einer Freundin in Derne auf, schlug und trat derart brutal auf sie ein, dass die 25 Jährige schwer an Körper und Kopf verletzt wurde. Erst 9 Tage später, am Morgen des 28. 2., nahm die Polizei den  29-Jährigen fest.

Sie ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung. Ob der Gewalttäter allerdings jetzt endlich längerfristig hinter Gittern verschwindet, entscheidet der Haftrichter. Die Staatsanwaltschaft hat U-Haft beantragt.

Gegenüber den Ruhr Nachrichten äußerte sich Polizeipräsident Gregor Lange nach der Verhaftung „zutiefst erschüttert“ über die Gewalt, die der Frau angetan wurde. Er räumte zugleich Fehler seiner Behörde ein. Denn schon am Montagmorgen hatte die völlig verängstigte junge Frau nach weiteren SMS-Bedrohungen den Notruf 110 gewählt – und die Antwort bekommen, es wäre „kein Wagen frei“. 

Das Gespräch sei „einvernehmlich“ beendet worden, eine akute Bedrohung habe nicht vorgelegen, zitieren die RN das Polizeipräsidium.  Dass die schwer verletzte und von der jüngsten brutalen Attacke übel entstellte Frau Todesängste ausgestanden hätte, sei erst im Nachgang klar geworden.

Was unfassbar anmutet: Der 29-Jährige beging laut dem Anwalt der 25 Jährigen während einer laufenden Bewährungsstrafe weitere Gewalttaten – und blieb trotzdem stets auf freiem Fuß. Neben den Angriffen auf seine Ex soll er auch einen Raubüberfall begangen haben.

Kommentare (21)

  • Markus Antonius

    |

    Rot-grüne Kuscheljustiz. Wer bei der kommenden Landtagswahl Rot-Grün wählt, darf sich über solche Zustände an Rhein und Ruhr nie wieder beklagen.

    Antworten

    • fürst

      |

      Völlig richtig, Markus Antonius.
      Ich kenne so einen Fall aus Duisburg:
      Deutscher unter Bewährung stehend begeht immer wieder u.a. Fahren ohne Fahrerlaubnis, Betrug u.a.m.. Mindestens zehn Folgeverfahren laufen. Endlich Ladung zum Strafantritt. Er tritt Strafe nicht an, weitere gleichartige Verfahren kommen hinzu. Er muß ständig zu neuen Vernehmungen, läuft -ganz aktuell- immer noch frei rum. Vermutung: V-Mann der Polizei.

      Antworten

      • fürst

        |

        Zutreffender formuliert: Er f ä h r t immer noch frei rum.

        Antworten

  • Markus Berghoff via Facebook

    |

    Und wehe man hilft sich dann selbst!!! Dann geht das Geschrei los man soll immer die Polizei anrufen… Lachnummer!! Hoffe das genug aufwachen und Rot Grün die Quittung bekommt für ihre Rosa Welt Politik…

    Antworten

  • Silke Krüger via Facebook

    |

    Unglaublich sprachlos macht mich so etwas, würde meine blanke Wut hoch kommen müsste ich mit einer Sperre rechnen Kopfschütteln

    Antworten

  • Helmut Brune

    |

    Mir platzt der Kragen! Wenn man als normaler Bürger bei einem Notfall nicht hilft, wird man zur Rechenschaft gezogen wegen unterlassener Hilfeleistung. Das sollte man bei den Leuten von 110 auch mal machen.

    Antworten

    • fürst

      |

      Es ist doch „einvernehmlich“ auf einen Einsatz, also auf Hilfe verzichtet worden.
      Hat die Polizeiführung um straffrei zu bleiben gut hinbekommen.

      Antworten

  • Mike

    |

    Täterschutz geht vor Opferschutz in Deutschland, unsere Justiz ist die Lachnummer schlechthin geworden

    Antworten

  • fürst

    |

    „…„kein Wagen frei“. Das Gespräch sei „einvernehmlich“ beendet worden, eine akute Bedrohung habe nicht vorgelegen, …“
    Ich bin sicher, daß die Hilfesuchende dahingehend bequatscht worden ist zu erklären, daß akute Not nicht besteht. So bestand „einvernehmlich“ kein Handlungsbedarf mehr. – Wenn „kein Wagen frei“, müssen in einem Notfall eben Leute der Wache mit einem Privatwagen raus. So einfach kann es sein. Wenn man will!!!

    Antworten

  • fürst

    |

    „Kein Wagen frei“. Ob es diese Erklärung auch schon mal für in Not geratene „Politiker“ gab?

    Antworten

  • Christiane Schunk via Facebook

    |

    Da wird einem schlecht…

    Antworten

  • Heiko Blitz via Facebook

    |

    Das ist echt erschütternd. Hört sich an, als hätte man ihr die Notwendigkeit eines Einsates „ausgequatscht“. Wäre interessant zu wissen, welche anderen Situationen die Polizei von einem Einsatz abhielten, ob die schwerwiegender waren.
    Ich will jetzt keinen Witz machen, aber der Text beschreibt die Situation irgendwie zutreffend:
    Ich war gerade auf dem Weg ins Bett, als meine Tochter mich aufmerksam machte, dass ich Licht im Carport brennen lassen hatte.
    Ich öffnete die Tür zum Wintergarten, um das Licht im Carport auszuschalten, sah dann aber, dass im Carport Einbrecher dabei waren, Geräte zu stehlen.
    Ich rief die Polizei an, wo man mich fragte, ob die Einbrecher auch bei uns im Wohnhaus wären.
    Ich sagte: „Nein, aber da sind Einbrecher im Carport, die gerade dabei sind, mich zu bestehlen.“
    Der Polizist sagte „Alle Einsatzwagen sind beschäftigt. Schließen Sie die Türen zum Wohnhaus ab. Sobald eine Funkstreife zur Verfügung steht, schicke ich diese sofort bei Ihnen vorbei.
    Ich sagte: „Okay.“
    Legte auf und zählte bis 30. Dann rief Ich wieder bei der Polizei an.
    „Hallo, ich habe eben gerade bei Ihnen angerufen, weil Einbrecher Sachen aus meinem Carport stehlen. Sie brauchen sich jetzt nicht mehr zu beeilen, ich habe soeben beide erschossen.“
    Und legte auf.
    Keine fünf Minuten später trafen 6 Einsatzwagen der Polizei, ein Sondereinsatz-Kommando, ein Hubschrauber, drei Löschwagen der Feuerwehr, ein Rettungssanitäter und ein Krankenwagen am Haus ein.
    Beide Einbrecher wurden auf frischer Tat festgenommen!!
    Einer der Polizisten sagte dann zu Mir: „Sie haben doch gesagt, Sie hätten die Einbrecher erschossen?!
    Ich antwortete: „Und Sie haben gesagt, es wäre niemand verfügbar!“

    Antworten

    • fürst

      |

      Was lernen wir daraus? Richtig, SO ruft man die Polizei.

      Antworten

  • Ingo Jensch via Facebook

    |

    Immer wieder Bewährung, scheint bei unserer Justiz mittlerweile der Standard zu sein.

    Antworten

  • Verena Von Heuser via Facebook

    |

    So einen Ausrutscher hatte ich auch mal vor 22 Jahren nur das es bei mir über Jahre ging. Ich muss dazu sagen ich habe mich nie unter kriegen lassen und ich habe mich auch stets gewehrt, aber als junge Frau damals gegen ein Mann mit Kampfausbildung anzukommen ist selbst als hart gesottene Frau schwer, aber nicht unmöglich. Nun ja ich hatte von der Polizei immer zu hören bekommen, dass sie erst einschreiten wenn sie ihn auf frischer Tat erwischen, also hatte ich da für gesorgt und was war im Endeffekt, nur eine Nacht Entnüchterungszelle. Denn Rest hat dann mein Anwalt erledigt. Ich kann sagen diese Erfahrung hat mich zu dem Menschen gemacht der ich heute bin, ein Kämpfer und wenn es sein mus geh ich mit den Kopf durch die Wand aber ich lasse mich niemals unter kriegen.

    Antworten

  • Sirko Nickel via Facebook

    |

    Dank Rot-Grün zu wenig Personal :/

    Antworten

  • Christopher Harwig via Facebook

    |

    Kein Wunder wenn immer Personal gestrichen wird,schafft die Polizei am besten ganz ab und führt die Selbstjustiz ein…

    Antworten

  • Mohammed Chang via Facebook

    |

    Wie…kein Wagen frei? Wo kurven die denn immer rum? Laut Kriminalstatistik passiert auch immer weniger. Eigentlich sollten die sich doch langweilen…

    Antworten

  • Steffi Stein via Facebook

    |

    wäre es ein Raub, (Geld) gewesen, wäre es anders verlaufen, bei Geldraub gibt es auch sehr harte Strafen! Wer hat diese Gesetze gemacht? Was ist ein Menschenleben oder was ist ein Kind Wert? Seit einigen Jahren läuft das schon so, und da wird sich auch nichts dran ändern, solange diese Regierung, das zu entscheiden hat! Geld kann man ersetzen, Menschenleben- Gesundheit nicht! 3:)

    Antworten

Kommentieren