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MK: Schwerer Unfall setzt Fun Race-Treffen jähes Ende – Fast 500 Temposünder

Fast 500 Verkehrsverstöße, 10 Stilllegungen an Ort und Stelle, zwei Motorradfahrer als Rekordtemposünder (134 Sachen bei erlaubten 60) – und am frühen Nachmittag setzte ein schwerer Unfall beim  „¼ Meilen Fun-Race“ dem sportlichen Teil der Veranstaltung ein jähes Ende. 

An diesem „Fun Race-Treffen“ am Samstag auf dem Flugplatz Meinerzhagen hatten sowohl die Verkehrsdienstbeamten als auch die Zuschauer nur kurzzeitig „Fun“, sprich Spaß.

Alle  3 Gruppen des Verkehrsdienstes sowie die Lüdenscheider Kradfahrer waren am gestrigen Samstag wieder in Meinerzhagen eingesetzt. Diesmal nicht zu einem Treffen der Tuning-Szene (wir berichteten), sondern zu einem Fun Race & US Cars Treffen.

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Zunächst begann das Event vielversprechend, „geschätzte 3500 Besucher tummelten sich bei herrlichem Wetter auf dem Flugplatzgelände“, beschreibt die Polizei den entspannten Start der Veranstaltung. Die Besucher wurden klassisch US-mäßig mit American Food & Drinks verköstigt, also Cola, Burger, Cup-Cakes, dazu gab´s auch heimisches Krombacher. “

Auch die Kollegen aus den USA waren mit guter Laune dabei und zeigten bereitwillig ihr importiertes Fahrzeug“, berichtet die Polizei: Es ist in Köln mit grüner Umweltplakette zugelassen und wurde auf dem Flugplatzgelände mit den US-Kennzeichen präsentiert.

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Aber dann – ein schlimmer Zwischenfall noch vor der Kaffeezeit.

80 US-Cars hatten sich zum „¼ Meilen Fun-Race“ angemeldet. Und um 14:45 Uhr verlor ein 52jähriger Teilnehmer auf der Startbahn die Kontrolle über seinen Pkw und kam ins Schleudern. Das Fahrzeug raste scheinbar ungebremst über die Wiese, krachte hier gegen 5 geparkte Besucherfahrzeuge und kam zum Stillstand. Der Fahrzeugführer wurde durch einen zufällig anwesenden Arzt und den Rettungsdienst erstversorgt und dann schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.

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Die weiteren Rennen wurden nach diesem Unfall abgesagt; ein starker Abreiseverkehr setzte ein. Das Showprogramm lief noch weiter.

Bei den Ermittlungen zu dem Unfall fiel den Beamten eine Drohne auf, die über den Flugplatz flog. Mit Hilfe des „Oberbergischen Überwachungsdienstes“ konnte der Beschuldigte festgestellt werden. Es handelte sich um einen 43jährigen US-Amerikaner, der sich, so behauptete er, im Gesetz informiert hatte und meinte, er dürfe die Drohne über den Flugplatz und die Menschenansammlung fliegen lassen. Die Drohne wurde sichergestellt, eine Strafanzeige wird gefertigt. „Unwissenheit schützt eben nicht vor den deutschen Gesetzen!“, mahnt die MK-Polizei.

Ihr anderweitigen Kontrollen kommentiert sie hörbar begeistert mit „ein wirklich beeindruckendes Ergebnis!“:

– 3 Fahrer unter Alkohol am Steuer erwischt;

–  493 (!) Geschwindigkeitsverstöße (67 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, 426 Verwarnungsgelder): Und Tagessieger waren hier die Kradfahrer: „Die Goldmedaille wurde für 134 km/h und die Silbermedaille an 120 km/h bei erlaubten 60 km/h vergeben“, bilanziert die Polizei sarkastisch.

Darüber hinaus kam es zu 10 Anzeigen wegen Erlöschen der Betriebserlaubnis, 6 Fahrverboten und 6 Reifen-OWis.

Wie gesagt: „Ein wirklich beeindruckendes Ergebnis!“

Fotos: Polizei MK

 

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