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MK: Mehrfach Polizisten im Einsatz angegriffen, 2 verletzt

Im benachbarten Märkischen Kreis sind an diesem Wochenende mehrmals Polizeibeamte im Dienst teils massiv angegangen, beleidigt und körperlich attackert worden. Zwei Beamte erlitten Verletzungen.

Vorfall 1:

In der Nacht zu Sonntag uferte in Altena eine Geburtstagsparty lärmend aus. „Das Geburtstagskind und seine Gäste zeigten sich leider von Beginn an wenig einsichtig, so dass die Party unmittelbar aufgelöst werden musste“, berichtet die Polizei von diesem höchst misslichen Einsatz, bei dem die „hochaggressiven und alkoholisierten Partygäste“ nur mit mehreren Streifenwagenbesatzungen aus drei Städten zu bändigen waren.

Der 40-jährige Wohnungsinhaber musste in Gewahrsam genommen werden – was das Geburtstagskind, eine 23-jährige Frau, zu verhindern versuchte und erheblichen Widerstand leistete. In Konsequenz verbrachte auch sie eine Nacht in der Zelle.

Der 24jährige Lebensgefährte des Geburtstagskindes hatte hiermit ebenfalls ein Problem. Als auch er aggressiv wurde, erhielt er zwar einen Platzverweis, dachte aber im Entferntesten nicht daran, diesem nachzukommen. Auch er musste in Gewahrsam genommen werden. Um seinen erheblichen Widerstand zu brechen, musste Pfefferspray eingesetzt werden.

Zwei Polizeibeamte wurden im Verlauf des Einsatzes leicht verletzt. „Die Beleidigungen der Beamten in tiefster Fäkalsprache seien hier am Rande erwähnt“, vervollständigt die Polizei diesen extrem misslichen Bericht.

Im Ergebnis erwarten alle Beteiligten Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Beleidigung sowie Körperverletzung.

Vorfall 2:

Fahrzeugkontrolle in Lüdenscheid, Samstag kurz nach Mitternacht. Polizeibeamte kontrollieren drei 19-jährige Lüdenscheider und stellen fest, dass der Fahrer offenbar unter Drogeneinfluss steht. Da aus dem Fahrzeug deutlicher Cannabisgeruch wahrnehmbar ist, wird das Fahrzeug samt der Beifahrer durchsucht. Hierbei finden die Beamten eine geringe Menge Marihuana.

Der Fahrer darf zwecks Blutprobe auf der Polizeiwache im Streifenwagen Platz nehmen. Kurz bevor die Beamten ihre Fahrt zur Wache antreten können, werden die beiden verbliebenen Beifahrer des Delinquenten ungemütlich. Sie bauen sich vor den Polizisten auf, gehen mit erhobenen Fäusten auf die Beamten zu und greifen sie an. Eine Ohrfeige und einen Stoß in einen nahegelegenen Schneehaufen später ergreifen die beiden lieber die Flucht. Die Personalien standen zu diesem Zeitpunkt bereits fest. Beide dürfen sich folgerichtig bald auf Post freuen. Sie erwarten gepfefferte Strafverfahren.

Vorfall 3:

In einem Vereinsheim in Lüdenscheid eskaliert Samstagfrüh eine Party. Es kommt zur Schlägerei unter mehreren Gästen, zwei werden verletzt und mussten vor Ort durch eine Rettungswagenbesatzung versorgt werden. Die Polizei löst die Party auf.  Ein Großteil der Gäste ist – wie sich herausstellte – noch nicht volljährig. Eine detaillierte Täterbeschreibung der Täter ist vor Ort auf Grund der Aufregung und des Alkoholisierungsgrades der Gäste nicht möglich und eine Fahndung folglich wenig erfolgversprechend. Dank Zeugenaussagen werden später ein 17- sowie einen 18-jähriger Lüdenscheider als Tatverdächtige zu identifiziert. Die beiden Delinquenten erwartet ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Kommentare (3)

  • Dieter K.

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    Ihr Bericht scheint mir lediglich auf dem Polizeibericht zu basieren. Haben Sie eigentlich auch die jeweils andere Seite – also nicht nur die Polizei – befragt und zu Wort kommen lassen?

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    • Silvia Rinke

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      ? Die „andere Seite“? Sie meinen die Angreifer? Diese Frage ist sehr putzig, Dieter K. Haben Sie schon mal was von Datenschutz gehört? Und verlangen Sie ernsthaft, dass Presse (allgemein!) bei jedem Polizeibericht aufwändige Recherche nach den Beteiligten betreibt und diese zum Interview bittet? Die Quelle ist genannt: Die Berichte der Polizei. Und wenn Sie dabei waren und ihre eigene Sicht der Dinge darstellen möchten, sind Sie dazu herzlich eingeladen. VG.

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  • Mike

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    Und da wundert sich einer warum in den USA die Polizei so schnell zur Pistole greift ? Die Zeiten werden hier wohl leider auch noch kommen wenn es keinerlei Respekt mehr gegenüber der Polizei gibt und Gerichte bei sowas keine harten Strafen verhängen.

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