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Mit Messern und Golfschlägern: Mordkommission ermittelt nach brutaler Schlägerei am Bhf Mengede

Mit brutaler Gewalt sind heute früh gegen 1 Uhr zwei Gruppen am Nordausgang des Bahnhofs Dortmund-Mengede aufeinandergeprallt. Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten am Sonntagmittag in einer gemeinsamen Erklärung nur kurz über eine „körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen, bei der insgesamt 4 Beteiligte verletzt wurden“, zwei von ihnen schwerst – ein 17 jähriger und ein 18 jähriger, von Messerstichen niedergestreckt. Es  bestand Lebensgefahr. Eine Mordkommission wurde eingesetzt.

Gegenüber den RN teilte Staatsanwalt Henner Kruse einige Hintergründe des brutalen Vorfalls mit. Danach sollen zunächst ein junger Marokkaner und zwei Deutsch-Russen miteinander in Streit geraten sein. Der junge Nordafrikaner verschwand – um kurz darauf mit Verstärkung zum Bahnhof zurückzukehren.

„Bei der Auseinandersetzung wurden Messer und Golfschläger eingesetzt“, so Staatsanwalt Kruse. Einer, der junge Marokkaner, soll den Messerangriff bereits zugegeben haben. Er befindet sich in U-Haft.

Aktualisierung Sonntag, 19 Uhr / In einer Folgemitteilung geben Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt

„Nach den bisherigen Ermittlungen kam es heute Nacht zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 17-jährigen Dortmunder“ (der Deutsch-Russe, d. Red.) „und einem 17-jährigen  Mann aus Castrop Rauxel“ (der Marokkaner, d. Red.), „in dessen Verlauf der Dortmunder seinem Kontrahenten mehrmals mit der Faust gegen den Kopf schlug. Der junge Mann aus Castrop Rauxel flüchtete daraufhin vom Tatort und informierte weitere Bekannte über den Vorfall.

Gegen 01:00 Uhr fuhr der Castrop Rauxeler mit mindestens 10 Begleitern zurück zum Bahnhof Dortmund-Mengede. Auf dem Vorplatz angekommen, wurden der 17 jährige Schläger aus Dortmund und sein 18-jähriger Begleiter direkt angegriffen, zu Boden geschlagen und durch mehrere Messerstiche schwer verletzt. Neben einem Messer wurden noch weitere Werkzeuge zur Tat eingesetzt.

Nachdem Zeugen hinzutraten, flüchtete die Gruppe zunächst unerkannt. In Laufe der Ermittlungen konnten fünf Tatverdächtige ermittelt und vorläufig festgenommen werden. Lebensgefahr besteht für die Opfer nicht mehr.

UPDATE Montagmittag:

Die 5 Festgenommenen wurden mittlerweile aus dem Polizeipräsidium entlassen.
Nach bisherigen Ermittlungen und der insoweit geständigen Einlassung ist davon auszugehen, dass der 17-Jährige Marokkaner einen gleichaltrigen Deutsch-Russen und seinen 18 Jahre alten Begleiter mit einem Messer schwerst verletzt hat. Da der Angreifer einen festen Wohnsitz hat, noch zur Schule geht und sich freiwillig der Polizei gestellt hat, wurde seine Entlassung aus dem Polizeipräsidium aufgrund eines fehlenden Haftgrundes angeordnet. Offenbar waren an der Tat zumindest noch der 19jährige Bruder des Nordafrikars und ein 16 Jahre alter Freund aus Dortmund beteiligt waren. Beide schlugen auf die Opfer ein, der 16-Jährige auch mindestens einmal mit einem Golfschläger.

Kommentare (8)

  • Sina Rohmert via Facebook

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    Wertvoller als Gold…!

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Aktualisierung 19 Uhr. Polizei und Staatsanwaltschaft geben in einer zweiten Mitteilung Folgendes bekannt: „Nach den bisherigen Ermittlungen kam es heute Nacht zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 17-jährigen Dortmunder und einem 17-jährigen jungen Mann aus Castrop Rauxel, in dessen Verlauf der Dortmunder seinem Kontrahenten mehrmals mit der Faust gegen den Kopf schlug. Der junge Mann aus Castrop Rauxel flüchtete daraufhin vom Tatort und informierte weitere Bekannte über den Vorfall.
    Gegen 01:00 Uhr fuhr der Castrop Rauxeler mit mindestens 10 Begleitern zurück zum Bahnhof Dortmund-Mengede. Auf dem Vorplatz angekommen, wurden der 17jährige Schläger aus Dortmund und sein 18-jähriger Begleiter direkt angegriffen, zu Boden geschlagen und durch mehrere Messerstiche schwer verletzt. Neben einem Messer wurden noch weitere Werkzeuge zur Tat eingesetzt. Nachdem Zeugen hinzutraten, flüchtete die Gruppe zunächst unerkannt. In Laufe der Ermittlungen konnten fünf Tatverdächtige ermittelt und vorläufig festgenommen werden. Lebensgefahr besteht für die Opfer nicht mehr.
    Die Ermittlungen der eingesetzten Mordkommission dauern noch an.“

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  • Kamillen Blumenstrauß via Facebook

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    Lach net oder ich hol meine Brüdas.

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    • fürst

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      Isch weiß wo deine Haus wohnt!

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  • Peter Köhler via Facebook

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    10 gegen 2. Nur so können diese Leute mutig sein. Und immer ein messer dabei um jemanden abstechen zu können. Ein Menschenleben hat für diese Leute keinen Wert.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    UPDATE Montag: Die 5 Festgenommenen wurden mittlerweile aus dem Polizeipräsidium entlassen.
    Nach bisherigen Ermittlungen und der insoweit geständigen Einlassung ist davon auszugehen, dass der 17-Jährige Marokkaner einen gleichaltrigen Deutsch-Russen und seinen 18 Jahre alten Begleiter mit einem Messer schwerst verletzt hat. Da der Angreifer einen festen Wohnsitz hat, noch zur Schule geht und sich freiwillig der Polizei gestellt hat, wurde seine Entlassung aus dem Polizeipräsidium aufgrund eines fehlenden Haftgrundes angeordnet. Offenbar waren an der Tat zumindest noch der 19jährige Bruder des Nordafrikars und ein 16 Jahre alter Freund aus Dortmund beteiligt waren. Beide schlugen auf die Opfer ein, der 16-Jährige auch mindestens einmal mit einem Golfschläger.

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    • Peter Köhler via Facebook

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      Ich verstehe das nicht. Man kann doch keinen freilassen der fast einen Menschen getötet hat. Und die anderen gleich mit. Manchmal denke ich dass Polizei und Justiz nicht mehr unabhängig sind und Anweisungen bekommen die sie befolgen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die Gründe werden ja aufgeführt, Peter. Zu fassen ist es trotzdem nicht, stimme zu.

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