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Millionenkonzept für Königsborn – von Zechenstraße bis Berliner Allee

Als „Großchance für die gesamte Stadt“ feiert SPD-Stadtverbandschef Volker König dieses umfassende und ehrgeizige Konzept für Königsborns Südosten: Der gesamte „Großraum“ im Umfeld der Berliner Allee bis zur Zechenstraße soll in den nächsten fünf Jahren mit rund 50 Einzelmaßnahmen gezielt weiterentwickelt und „zukunftsfest“ gemacht werden. Dies unter sozialen wie auch städtebaulichen Gesichtspunkten – und möglichst über das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ finanziell unterstützt: Die Stadt Unna bemüht sich gerade um Aufnahme.

Gelänge es, alle geplanten Maßnahmen in Gang zu setzen, würde ein Programm von rund 9,2 Millionen Euro angeschoben. 2,5 Millionen müsste die Stadt aufbringen. Doch könnte sie zusätzlich Zuschüsse aus dem Wohnungsbau-Förderprogramm NRW beantragen, das explizit Mittel für Quartiersentwicklung bereitstellt. „Könnte alles bewegt werden, was im Planungsbereich zu bewegen ist, wäre das ein Investitionsschub von geschätzten 42 Millionen Euro“, fasst Volker König die Dimensionen zusammen, die „in Unna bei der Einzigartigkeit anklopften“.

Der planerische Brückenschlag umfasst das Quartier Berliner Allee bis zur  Zechenstraße einschließlich Augusta-, Gertruden-, Dorotheen- und Hermannstraße. „Unna Königsborn Süd-Ost“ heißt das Konzept und war alleiniges Thema des Ausschüsse für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung, Soziales und Senioren sowie des Jugendhilfeausschusses in dieser und voriger Woche. Stolze 160 Seiten umfasst das Konzeptpapier. Entwickelt haben es die Fachverwaltungen im Rathaus, das Dortmunder Büro „plan-lokal“ und der Initiativkreis Berliner Allee.


Das Quartiersprojekt „Zukunft Berliner Allee
hat für sich schon viele Handlungsvorschläge umgesetzt, die das soziale Umfeld und die Lebensqualität der Bewohner Schritt für Schritt verbessern sollen. Das Projekt trägt Modellcharakter. Angestoßen hat es damals der städtische Beigeordnete Uwe Kutter; mit der maßgeblichen Vorgabe, dass sich alle Zielgruppen aktiv in die Quartiersentwicklung einbringen und ihre kreative Ideen dann auch umgesetzt werden. Das Projekt wird planmäßig Mitte 2015 enden. Über seine Zukunft gibt es bereits verschiedene Überlegungen. Ratsmitglied Sebastian Laaser, Vize-Vorstand im SPD-Ortsverein Königsborn, hofft, dass die Stadt es weiterfinanzieren kann. „Wir versuchen, bei den Haushaltsberatungen zusammen mit allen anderen Fraktionen die Zukunft dieses Erfolgsmodells abzusichern.“

Beigeordneter Uwe Kutter unterstreicht sehr deutlich, dass im Bereich Berliner Allee „noch sehr stützungsfähige Strukturen“ herrschen. Das millionenschwere Integrierte Handlungskonzept ist aus Sicht der SPD eine ganz große Chance – für das Quartier selbst und den gesamten Stadtteil Königsborn sowie darüber hinaus.

 

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