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Meyer (CDU) gegen Göldner (FLU): Verbale Schlammschlacht endet mit Vergleich

Die über zwei Jahre zurückliegende verbale Schlammschlacht zwischen CDU-Parteichef Gerhard Meyer und dem früheren CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Göldner – jetzt Fraktionschef der Freien Wähler (FW/FLU) – hat heute beim Gütetermin vor dem Dortmunder Landgericht ein Ende gefunden.

Gerhard Meyer nimmt seine Behauptung, dass Göldner am Stuhl seines damaligen CDU-Vorgängers Theo Ehrlich gesägt habe, zurück – und beide Streithähne werfen sich gegenseitig kein undemokratisches Verhalten mehr vor.

Gerhard Meyer CDU

Gerhard Meyer (CDU) traf heute im Gerichtssaal auf…

Klaus Göldner, FW/FLU

… Klaus Göldner (FW/FLU), ehemals ebenfalls CDU.

In einem Vergleich stimmten die Kontrahenten einer Erklärung zu: In dieser nimmt der CDU-Vorsitzende Abstand von seiner damaligen Behauptung: Ihm sei durch Hörensagen zugetragen wurde, dass Göldner aktiv die Absetzung seines Vorgängers Theo Ehrlich betrieben habe. Ehrlich war zu jener Zeit Fraktionsvorsitzender der CDU, Klaus Göldner folgte ihm in diesem Amt nach.

Zusätzlich erklären beide Kontrahenten schriftlich, dass sie sich gegenseitig kein undemokratisches Verhalten mehr vorwerfen werden.

Mit im Verhandlungssaal anwesend war als Zuhörer Christoph Tetzner von der Unnaer Piratenpartei. Er hörte die Frage des Richters an Meyers Anwalt: Wieso dieser das Verfahren so lange hinausgezöget habe? Und Tetzner traute seinen Ohren nicht, was der Anwalt des CDU-Chefs darauf antwortete:

Man habe das Verfahren wegen der Kommunalwahlen Ende Mai so lange hinausgezögert.

„Ein für mich unfassbares Vorgehen“, schreibt Tetzner noch heute Abend auf der Homepage der Piratenpartei, „das durchaus den Beigeschmack der Wählertäuschung und der Instrumentalisierung des Rechtsstaates hat. Es wurde dem Wähler das Recht auf einen transparenten Wahlkampf und dem Kläger das Recht auf einen fairen und zeitnahen Prozess für nachgelagerte Interessen verwehrt. Welche Rolle spielen dabei die vorgelagerten Instanzen in Unna? Hatte die Tätigkeit Herrn Meyers als Schöffe einen Einfluss auf die Zugeständnisse des Amtsgerichts Unna bei der Verzögerung?“

Christoph_Tetzner

Pirat Christoph Tetzner: Fassungslos über Wählertäuschung und Instrumentalisierung des Rechtsstaates.

Er glaube an den Rechtsstaat, gesteht Christoph Tetzner. „Doch diese kritischen Fragen sollten hier wohl erlaubt sein….“

 

Kommentare (2)

  • Oskar B.

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    Es ist sehr schlimm, dass man mit nicht beweisbaren Gerüchten eine Partei und den Ruf eines Menschen kaputt machen kann. So jemand ist Schöffe und Parteivorsitzender ?!?

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  • Herbert F.

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    Alle sind gleich, nur manche sind gleicher…

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