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Mehr Sicherheit für Mieter: Öffentlicher Wohnungsbau schließt Pakt mit Polizei

Ein Alptraum: man kommt nach Hause, die Wohnung ist aufgebrochen und vollkommen durchwühlt; heilloses Durcheinander herrscht, wertvoller Familienbesitz ist gestohlen. Mehr Sicherheit für Mieter! Die öffentlichen Wohnungsunternehmen im Kreis starten eine neue Sicherheitsoffensive: Bei der Planung neuer Miethäuser und der Gestaltung des Umfelds soll künftig das Kriminalkommissariat Vorbeugung „assistieren“. Ziel des neuen Kooperationsvertrags, den die Arbeitsgemeinschaft heimischer Wohnungsgesellschaften mit der Kreispolizeibehörde geschlossen hat: nicht nur ein subjektiv stärkeres Sicherheitsgefühl, sondern objektiv mehr Schutz vor kriminellen Gesellen, vor allem in der dunklen Jahreszeit. Man liest es selbst, täglich neue Einbruchsmeldungen überall im Kreis.

„Opfer von Wohnungseinbrüchen leiden oft erheblich durch die Verletzung ihres persönlichen Refugiums“, wissen die Verantwortlichen der öffentlichen Wohnungsgesellschaften aus Unna, Hamm, Lünen und Werne. Mit insgesamt 25 000 Wohnungen sind sie für eine ganze Menge Mieter verantwortlich. Vorbeugung betreiben im Sinne höherer Sicherheit ist das eine Ziel des Kooperationsvertrages, unter dem die Tinte gerade erst getrocknet ist. Zudem sollen die Experten der Kommissariats Kriminalprävention/Opferschutz künftig konkrete Ratschläge geben, wenn neue Gebäude geplant und gebaut werden: Wie lassen sich düstere Ecken und Schlupfwinkel möglichst vermeiden, wie kann man Einbrechern ihr kriminelles Handwerk so schwer wie möglich machen? Das Kriminalkommissariat wird die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnungsunternehmen zusätzlich in Sicherheitsfragen fortbilden oder den Mietern bei Veranstaltungen zu Sicherheitsthemen Rede und Antwort zu stehen.

„Wir wollen nicht nur bezahlbare und gute Wohnungen zur Verfügung stellen, sondern unseren Mietern auch ein sicheres Zuhause schaffen“, fasst Rainer Heubrock (Wohnungsbaugenossenschaft Lünen) als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft die Vereinbarung zusammen. Die in Unna und kreisweit sehr aktive UKBS engagiert sich bereits mit sozialen Projekten in den Wohnvierteln, schwerpunktmäßig in Unna-Süd, Königsborn oder in Fröndenberg. Mit der „Sicherheits-Offensive“ knüpft das kommunale Wohnungsbauunternehmen jetzt an seinen gesellschaftspolitischen Auftrag an. Landrat Michael Makiolla, Chef der Kreispolizeibehörde, begrüßt die Vereinbarung gerade im Hinblick auf die steigenden Einbruchszahlen im Kreisgebiet außerordentlich. Den Vertrag unterzeichnete er mit (untere Reihe von links) Rainer Heubrock, den Vorsitzenden der AG,  UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer (stellv. Vorsitzender der AG, sowie (stehend von links) Polizeidirektor Hans-Dieter Volksmann, Kriminalhauptkommissar Wilhelm Kemna und Kommissariatsleiter Klaus Stindt.

Der Arbeitsgemeinschaft kommunaler Wohnungsgesellschaften gehören aus dem Kreis Unna an: UKBS, LEG, Wohnungsbaugenossenschaft Lünen, Vivawest Lünen, Bauverein Werne und der. Bauverein zu Lünen.

 

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