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Mehr Geld in der Stadtkasse: Grundsteuer steigt geringer als geplant

Zur Abwechslung kommt mal eine gute Nachricht aus der Stadtkämmerei. Die Grundsteuer B – Abgabe für Unnas Grundeigentümer bzw. Mieter – steigt zwar, aber geringer als bisher kalkuliert. Kämmerer Karl-Gustav Mölle gab am Abend im Haupt- und Finanzausschuss bekannt, dass die Anhebung auf jeden Fall unter den vorgesehen sieben Prozent bleiben wird. Über die exakte Höhe der Anhebung sollen die Ratsfraktionen beraten; denn es ist unvorhergesehen Geld freigeworden, die der Stadt Unna etwas „Spielmasse“ in puncto Steuerfragen gewährt.

Dieses Geld – es sind 459 000 Euro – verdankt Unna dem Umstand, dass der Kreis sparsam gewirtschaftet hat und die Kreisumlage geringer steigt als in den bisherigen Berechnungen. Statt auf 820 Punkte könnte die Grundsteuer B deshalb „nur“ auf 804 Punkte steigen; es könnte aber auch die Gewerbesteuer noch etwas abgesenkt werden, gab Mölle den erfreuten Fraktionen mit auf den Weg.

Noch eine weitere positive Überraschung gab Unnas Kassenwart bekannt: Die Kreisstadt bekommt 740 000 Euro mehr „Schlüsselzuweisungen“ (Geld vom Land und vom Bund), als Mölle in den Haushaltsplanentwurf eingerechnet hatte. Das „aber“ folgt leider auf dem Fuß: Die Steuerschätzung für November deutet auf einen Einnahmeverlust hin. „Für die Städte und Gemeinden liegt er momentan bei 1,1 Prozent, für die Länder bei drei Prozent“, erklärte Mölle. Am Stichtag 20. 11. werde man die genauen Zahlen vorliegen haben. Erst dann zeigt sich, ob – und wenn, dann wieviel – Geld die Parteien nun in der Haushaltssicherung noch zu verteilen haben.

 

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