Rundblick-Unna » Massens Ortsvorsteher widerspricht Grünen: Flüchtlingsunterbringung ist Übergangslösung – kein Dauerzustand

Massens Ortsvorsteher widerspricht Grünen: Flüchtlingsunterbringung ist Übergangslösung – kein Dauerzustand

„Wenn es die Lage hergibt, ist Massen die erste Einrichtung, die (als Flüchtlingsunterbringung) geschlossen wird!“ Diese Zusicherung des NRW-Innenministers Ralf Jäger hat für den Ortsvorsteher von Massen, Dr. Peter Kracht, weiterhin Bestand. Daher kann er es „nicht recht nachvollziehen“, was die Grünen aktuell vorhaben: Die Ex-Landesstelle auf Dauer wieder dauerhaft als Flüchtlingsunterbringung zu nutzen und deshalb auf eine Klage gegen das Land NRW zu verzichten.

Wie auf Rundblick berichtet, haben die Grünen ihre Forderung in einen Ratsantrag gekleidet. „Welches Argument aber soll denn jetzt dafür sprechen, aus der Landesstelle auf Dauer (!) wieder eine Landesstelle zu machen?“, fragt Kracht kopfschüttelnd auf eine Anfrage unserer Redaktion.

Als Ortsvorsteher des zweitgrößten Unnaer Stadtteils setzt er weiterhin darauf, dass sich die Stadt und die Bezirksregierung Arnsberg einvernehmlich auf eine Übergangslösung verständigen. „Meine Hoffnung ist dabei, dass dies ohne Gerichtsverfahren möglich sein wird“, erklärt Kracht. „Dazu sind zweifelsohne noch weitere Gespräche nötig, das ist klar, aber bei gutem Willen – und den unterstelle ich beiden Seiten – muss eine Lösung in nächster Zukunft möglich sein. Das erwarten vor allem auch die Massener Bürgerinnen und Bürger!“

Wie lange eine solche Übergangslösung Bestand haben würde und sollte, könne man aktuell natürlich noch nicht absehen, sagt Dr. Kracht. „Letztlich gehe ich weiterhin davon aus, dass es dabei bleibt, was Innenminister Ralf Jäger erklärt hat: Wenn es die Lage hergibt, ist Massen die erste Einrichtung in NRW, die geschlossen wird.

landesstelle

Die vielen gut renovierten, frei stehenden Wohnungen in der Landesstelle wollen die Grünen im Rahmen eines integrativen Neunutzungskonzept wieder dauerhaft Flüchtlingen vorhalten.

Kommentare (1)

  • Anette Kaufmann

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    Danke, ein erster Schritt in die richtige Richtung! Die Grünen, die sich offenbar immer noch als sog. „Gutmenschen“ definieren, scheinen nur ihre eigenen Interessen zu vertreten, die betroffenen Bürger dabei auβer Acht zu lassen, obwohl unter anderem auch sie ihre Wähler sind! Wo bleibt da die viel beschworene Demokratie? Zum runden Tisch sind sie jedenfalls nicht eingeladen worden!

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