Rundblick-Unna » Marode Zechenstraßen-Brücke ab Donnerstag nur noch einspurig

Marode Zechenstraßen-Brücke ab Donnerstag nur noch einspurig

Wie dringend der Neubau der Bahnbrücke an der Zechenstraße ist, werden Verkehrsteilnehmer ab Donnerstag deutlich zu spüren bekommen. Das marode Bauwerk im Nordosten Königsborns wird einspurig.

„Sofern die Witterung es zulässt, beginnen am  27. November die Markierungsarbeiten auf der Fahrbahn und die Installation der Ampelanlage“, schreibt die Stadt soeben in ihren Mitteilungen. „Hierbei kann es zu Behinderungen kommen.“ Radler und Fußgänger sind nicht betroffen. Die Bürgersteige werden frei bleiben. Sie sind gleichzeitg für Radler wie für Fußgänger gedacht.

Ebenfalls bestehen bleibt die Tonnagebegrenzung auf 30 Tonnen;  und das Tempolimit von 30/km (das auf der kompletten Zechenstraße gilt) sowieso.

Den Hintergrund erklärt die Stadt noch einmal für alle, die die Entwicklung der – immer desolateren – Brückenverbindung in Königsborn nicht verfolgt haben:

In Deutschland muss laut einer Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik jede zweite Straßenbrücke in kommunaler Trägerschaft saniert werden. 15 Prozent dieser Brücken sind so stark verschlissen, dass ein Neubau notwendig ist. Die Gründe liegen zum einen in einer heutigen Belastung der Brücken, wie sie zum Zeitpunkt der Planung bzw. des Baus nicht ansatzweise vermutet wurde. Zum anderen dringt bauartbedingt durch Risse in der Fahrbahn Wasser in den Brückenkörper ein und lässt die Eisenbewehrung rosten.

Auch die Brücke in der Zechenstraße weist solche Schädigungen auf. Nach der letzten (zuletzt engmaschig durchgeführten) Bauwerksüberwachung wurde jetzt die Einspurigkeit angeordnet. Der nächste Schritt müsste dann zwangsläufig die Vollsperrung sein. So weit wollen Stadt und Politik tunlichst nicht gehen, weshalb jetzt im kommenden Jahr für 30 000 Euro aus dem städtischen Haushalt eine neue Brücke komplett baufertig geplant wird. Sobald 2016 dann ein angekündigtes neues Straßeninvestitionsprogramm vom Bund aufgelegt wird, könnte – die Betonung liegt auf könnte – Unna dann unverzüglich auf die Fördergelder zugreifen.

Zechenstraße Bahnbrücke

„Achtung – Brückenschäden“: Tempo 30 und Tonnagebegrenzung gelten schon für die Zechenstraßen-Bahnbrücke. Morgen kann die Verbindungstrasse zur Hammer Straße das letzte Mal zweispurig befahren werden. Ab Donnerstag herrscht Einspurigkeit mit Wartezeiten vor der Baustellenampel.

Kommentare (1)

  • Sascha Krieg

    |

    Die Stadt hätte besser 100.000 Euro für die neue Brücke ausgegeben, als für ein paar blöde Stühle.Die alten Sitzgelegenheiten hätten den Hinterteilen unserer ach so feinen Politiker auch nicht weiter geschadet!Statt dessen ist die Kessebürener Landwehr immer noch von ihrem Ort abgeschnitten, und nur über Fröndenberg zu erreichen, und die Zechenstraße auch bald nicht mehr über die Hammerstraße zu erreichen. Ich sehe es schon kommen.Liebe Politiker,.Bitte bedenkt auch die längere Anfahrtszeit für die Örtlichen Feuerwehren, die demnächst einen Riesenbogen fahren müssen, um an den Schadensort zu gelangen!Aber macht ja nichts, ne.Werden eben 2 oder 3 weitere Löschzüge Alarmiert.

    Antworten

Kommentieren