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Mach mal Pause: Tanklaster mit 26 Tonnen Schwefelsäure parkte ungesichert auf der Autobahn

Beladen mit 26 Tonnen (!) konzentrierter Schwefelsäure parkte der Tanklaster ungesichert auf der Autobahn – den ungläubigen Polizeibeamten erzählte der Fahrer unbekümmert, er lege gerade ein Päuschen ein. So geht´s natürlich gar nicht.

Den Tanklastzug erblickten Beamte des Verkehrsdienstes Iserlohn Dienstagmorgen gegen 10 Uhr auf der A 46 in Richtung Hemer, parkend auf dem Standtreifen, ca. 50 Meter vor der Seilerseebrücke.

Da die Beamten ganz selbstverständlich von einer Panne des Tankfahrzeugs ausgingen, wollten sie die Gefahrenstelle mit ihrem Fahrzeug zusätzlich absichern. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Fahrer weder ein Warndreieck aufgestellt noch die Warnblinkanlage seines Fahrzeugs eingeschaltet.

Das hatte er auch offenbar gar nicht vorgehabt: Zur großen Verwunderung (und zum Erschrecken) der Polizisten erzählte ihnen der Fahrer, er mache gerade Pause. Die beiden zur Verfügung stehenden Parkplätze auf der Autobahn seinen voll gewesen. Dehalb wolle er jetzt hier auf der Standspur seine Pause einlegen, die ja nun gesetztlich vorgeschrieben sei.

Das er aber mit 26 Tonnen hochätzendem Gefahrgut – Schwefelsäure – vollkommen ungesichert auf der Autobahn stand und mehrere Möglichkeiten zum Verlassen der A 46 ignoriert hatte, interessierte den Fahrer wenig. Seine Meinung war: Er müsse sich schließlich an seine gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten halten.

Der Fahrer kassierte eine Ordnungswidrigkeitenanzeige und wurde energisch aufgefordert, die Autobahn zu verlassen und sich eine geeignete Örtlichkeit für die Pause zu suchen. Ihm droht nun ein empfindliches Bußgeld.

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