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„Luisa ist hier!“ Projekt gegen sexuelle Gewalt im Kreis: Wirte als Kooperationspartner gesucht

„Ist Luisa hier?“ Wenn eine Frau im Kreis Unna künftig beim Betreten einer Kneipe nach „Luisa“ fragt, will sie damit nicht wirklich wissen, ob eine gewisse Luisa da ist, sondern sie sucht  Hilfe und umschreibt das so. Diese Vorstellung haben die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Unna mit einem neuen Projekt gegen  „sexuelle Gewalt im öffentlichen Raum“. Denn diese sei „seit der Silvesternacht in Köln auf jeden Fall ein Thema“, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung dazu.

Das Projekt „Luisa ist hier!“ stellt Kreispressesprecherin Contanze Rauert vor:

„Die Frage: „Ist Luisa hier?“ soll zum Code werden, der Frauen in Kneipen, Bars und Diskotheken hilft, in bedrängenden Situationen schnell und unkompliziert Hilfe zu bekommen. „Jede dritte Frau hat bereits Situationen erlebt, in denen sie angemacht, angestarrt oder betatscht wird“, nennt die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Heidi Bierkämper-Braun, Zahlen.

Hilfe kommt – Erklärung nicht nötig

„Fühlt sich eine Frau belästigt, bedrängt oder bedroht, kann sie das Kneipenpersonal ansprechen und nach „Luisa“ fragen. Die Frau muss keine weitere Erklärung abgeben oder erzählen, warum sie Hilfe sucht“, beschreibt Anne Reichert von der Fachstelle zu sexualisierter Gewalt der Frauen- und Mädchenberatungsstelle die Idee. „Das Personal kennt den Code und wird Unterstützung anbieten.“

Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis werben bei Gastronomiebetrieben, in Kneipen, Bars und Diskotheken für die Unterstützung des Projektes. Interessierte Wirte können sich an die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten oder an Anne Reichert wenden: frauenberatungsstelle3@frauenforum-unna.de.“

Foto: Privat / Quelle Kreis Unna.de

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