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Lkw-Großkontrolle offenbart beunruhigende Mängel – Ein Fahrer per Haftbefehl gesucht

Immer wieder passierten in den vergangenen Wochen schwere Lkw-Unfälle auf den Autobahnen im Umkreis Unnas. Eine groß angelegte Lkw-Kontrolle gestern im benachbarten MK brachte beunruhigende Ergebnisse ans Licht: Viele Schwerlastfahrer sind mit erheblichen Risiken für sich und andere Verkehrsteilnehmer unterwegs.

Eine aus Estland stammende Sattelzugmaschine mit Sattelanhänger wurde an Ort und Stelle stillgelegt. Der Kraftstofftank war aufgerissen, Diesel floss auf die Fahrbahn, zwei Bremsen waren vollständig ohne Funktion. Darauf stellten die Beamten die Kennzeichen sowie die Fahrzeugdokumente sicher. Der Fahrzeugführer musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 480,–EUR hinterlegen.

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Für drei weitere Fahrer endete die Reise ebenfalls in der Polizeikontrolle. Ihre Lkw waren so stark überladen, dass ihnen die Beamten die Weiterfahrt untersagten. Gegen die Fahrer sowie die Halter wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.

Und per Zufall ging den Verkehrsbeamten noch ein gesuchter Verbrecher ins Netz:  Bei der Kontrolle eines libanesischen Lkw-Fahrers stellte sich heraus, dass nach ihm per Haftbefehl gefahndet wurde. Da klickten direkt die Handschellen.

Die weiteren Verstöße und Mängel:

– 26 Mal waren Lenk- oder Ruhezeiten überschritten (Ordnungswidrigkeitsanzeigen).

– Sieben Mal waren Teile der Ladung mangelhaft gesichert. Die Beamten verboten den Fahrern bis zur Beseitigung der Mängel die Weiterfahrt.

– Fünf Kontrollen brachten technische Mängel an Lastkraftwagen ans Tageslicht. Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden eingeleitet.

– Ein Verstoß gegen die Gefahrgutvorschriften war zu ahnden – mit zwei Anzeigen.

– Vier Lkw-Fahrer benutzten während der Fahrt ihr Handy oder fuhren zu schnell – ebenfalls pro Fahrer eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.

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