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Lindenbrauerei als ewiger Bittsteller – Linke: „Schluss damit!“

Die Lindenbrauerei als ewiger Bittsteller in Verwaltungs und Politiks Gnaden: Schluss damit, fordert die Linkspartei nach dem Kulturausschuss am Dienstagabend (Berichte hier auf Rundblick).

In einer Stellungnahme zur Zuschussfrage kritisiert die Partei, die mit zwei Mitgliedern im Rat vertreten ist, die endlose Hängepartie für Unnas Kulturzentrum. „In der Ratssitzung am 18. Dezember wird dann das nächste Mal – wieder einmal – die Bezuschussung thematisiert. Klappe- zum Zehnten. Ewig grüßt das Murmeltier!“

Sofern sich denn im neuen Jahr eine Ratsmehrheit finde, komme sie wieder einmal dadurch zustande, indem man die nötigen Subventionen (70 000 Euro mehr im Jahr sind erforderlich) aus anderen Bereichen zusammenkratze. „Das Kulturzentrum als ewiger Bittsteller.“ Zu einem verlässlichen Ergebnis sollte man aus Sicht der Linken gerade auch im Interesse der Steuerzahler kommen. „Interfraktionelle Arbeitskreise kosten auch wieder Geld!“ Ein solcher Kreis soll sich wie berichtet am 27. Januar (nicht wie erst geplant am 20. 1.) noch einmal mit dem Wirtschaftsplan des Zentrums beschäftigen.

Für die Linke ist diese ewige Wiederholung aus Gutachten, Steuerkreisen und Arbeitskreisen kaum noch erträglich. Sitzungen mit Ergebnissen habe es bereits massenhaft gegeben. So habe das Richter-Gutachten eine Unterfinanzierung der Lindebrauerei festgestellt und eine Erhöhung der Zuschüsse um 30 000 € vorgeschlagen.

Zusätzlich zu dieser Summe seien aber noch weitere Vorschläge gekommen: „Die Kulturbetriebe sollten das ,Summertime´-Programm abgeben und die Lindenbrauerei dafür 25 000 € erhalten“, erinnert die Linkspartei. „Real haben die Kulturbetriebe für die Reihe noch weitaus mehr ausgegeben. Und: Die längst überfällige Sanierung der Heizung – für die es derzeit Fördermittel gibt – ist mit weiteren eingesparten 30 000 € im Gutachten angesetzt.“

In Summe wäre eine Finanzierung aufgestellt, die dem Kulturzentrum eine verlässliche Option biete, schließt die Linke ihre Forderung nach schleunigster Einigung. „Das Zusammenkratzen aus gewinnbringenden Positionen des Haushaltes zur Bezusschussung stellt jedenfalls keine Planungssicherheit dar. Zudem lässt es die Ergebnisse des Gutachtens und der strukturellen Umorientierung des Summertimeprogramms außer Acht.“

Das Kulturzentrum benötigt ab 2015 jährlich einen Zuschuss von – bis zu – 270 000 €.

 

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