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Lichtkunst im eigenen Tempo genießen

Dieses Premierenergebnis macht Mut – Mut, es die Kulturfreunde auch weiterhin mal auf eigene Faust versuchen und sie einfach mal machen zu lassen. Gut 200 Lichtkunstbesucher strömten am Sonntag in den kurzen fünf Stunden zwischen 13 und 18 Uhr erstmals ohne Führungszwang „unter Tage“ und ließen im Lichtkunstkeller die mystischen Installationen ganz in Ruhe im eigenen Tempo auf sich wirken, ohne ständigen Druck, jetzt aber bitte schön weiterzugehen in der Gruppe. Diese Möglichkeit – die Lichtkunst ohne Gruppenzwang und Zeitdruck zu erkunden und zu genießen – blieb den Besuchern bisher verwehrt. Offenbar hat das Museum hiermit eine absolute Marktlücke entdeckt.

Bis zum Frühsommer bleibt die Lichtkunst zunächst an jedem ersten Sonntag im Monat ohne Führung zugänglich. Das gilt auch für die „Camara Obscura“ von James Turrell auf dem Platz der Kulturen. Sollte sich das Interesse verfestigen, könnte freier Lichtkunstbesuch zur Dauereinrichtung werden. Wieso erst jetzt ein Versuch damit gewagt wird, erklärt die Museumsleitung mit dem erheblichen Mehraufwand: Damit sich niemand in den dusteren, verwinkelten Gängen verläuft, verletzt oder verloren geht, müsse einfach sehr viel Personal im Einsatz sein. (sia)

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