Rundblick-Unna » Leserbrief der CDU-Fraktion zur Eishalle

Leserbrief der CDU-Fraktion zur Eishalle

Es geht heiß her rund um die Eishalle in Unna. Nachdem sich erst die Freien Wähler zum Zustand äußerten, sich die CDU und die Piratin Heike Palm vom Zustand der Halle überzeugt hatten, schrieb Michael Schwering (Fraktionsgeschäftsführer der FLU/FWU) einen Leserbrief. Auf den antwortet die CDU in Person von Fraktionssprecher Rudolf Fröhlich wie folgt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

der o.a. Leserbrief des Herrn Michael Schwering bezieht sich auf unsere Pressemitteilung, die Sie am 23. Juli unter dem Titel: „CDU und Piratin Palm verstehen freie Wähler nicht“ veröffentlicht haben.
Hierzu beziehe ich für die CDU-Fraktion Stellung wie folgt:

Herr Michael Schwering bezichtigt die CDU des Populismus und begründet dies mit der Tatsache, dass die CDU im zurückliegenden Wahlkampf einen Ratsbürgerentscheid gefordert hat, als es um die zusätzliche Unterstützung des Kulturzentrums Lindenbrauerei mit weiteren 75.000 Euro aus dem Stadtsäckel ging, während sie sich nun für den Erhalt der Eissporthalle ausspricht.

Das ist so zunächst einmal richtig.

Leider vergisst Herr Schwering dabei aber einen wesentlichen Punkt zu erwähnen:
Der CDU ging es seinerzeit bei ihrem Antrag bzgl. des Ratsbürgerentscheides nicht allein um die in der Tat relativ geringfügige Summe von 75.000 Euro, sondern um die Tatsache, dass dieser Betrag sozusagen nur die „letzte Tranche“ von insgesamt rund 300.000 Euro war, welche der Lindenbrauerei von Seiten der Stadt zusätzlich zur ohnehin gewährten Bezuschussung zugeflossen sind.

Insofern wäre der Ratsbürgerentscheid eine Chance gewesen, die Bürger dieser Stadt über die Grundsatzfrage mitentscheiden zu lassen, ob sie zugunsten der Lindenbrauerei bereit sind, künftig auf lieb gewonnene andere städtische Einrichtungen und Angebote zu verzichten. Denn eines ist doch klar: Jeder zusätzliche Euro für die Lindenbrauerei (und übrigens auch für die Lichtkunst) fehlt für andere Projekte und natürlich für den Erhalt und die Instandsetzung vorhandener Infrastruktur einschließlich unserer Schulgebäude!

Insofern kann die CDU-Fraktion für sich in Anspruch nehmen, eine vorausschauende Strategie zu verfolgen, denn die derzeitige Diskussion um die Frage, ob die Stadt sich künftig noch eine Eissporthalle leisten kann, war vorauszusehen! Und ich wage die Prognose, dass diese Diskussion sich in Bezug auf andere städtische Objekte und Dienstleistungen noch oft wiederholen wird.

Der Leser sollte zudem wissen, dass Herr Michael Schwering Mitglied der FW/FLU ist und deren Fraktionsgeschäfte führt.

Noch interessanter ist aber, dass Herr Göldner, seines Zeichens Fraktionsvorsitzender der FW/FLU, über Jahre hinweg und noch bis vor wenigen Wochen der Vorsitzende des Aufsichtsrates der WBU gewesen ist!

Nun stellt sich doch die Frage: Wenn über Jahre hinweg ein Investitionsstau in Höhe von angeblich mehreren hunderttausend Euro entstanden ist, wieso hat Herr Göldner als Vorsitzender des Aufsichtsrates der WBU in dieser Sache offenbar über Jahre hinweg die Hände in den Schoß gelegt? Weshalb hat er es versäumt, im Aufsichtsrat darauf hinzuwirken, dass dem Problem sich aufstauenden Investitionsbedarfes in den Erhalt der Halle durch rechtzeitige Renovierungen oder durch finanzielle Rückstellungen entgegengewirkt wird?

Merkwürdig jedenfalls, dass ihm die Erkenntnis vom Investitionsstau in der Eissporthalle doch recht schnell kam, seitdem er den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden der WBU nicht mehr bekleidete!
Der objektive Leser mag nun für sich entscheiden, wen hier der Vorwurf des Populismus eher trifft!
Herr Schwering hingegen wäre gut beraten, unsere von ihm kritisierte Pressemitteilung vom 23. Juli richtig zu lesen, denn dann würde er feststellen, dass wir schrieben, dem „Augenschein“ nach keine Sicherheitsmängel entdeckt zu haben.

Eine genaue Prüfung ist natürlich Experten vorbehalten.

Soweit Herr Schwering ferner feststellt, in Unna sei die Eislaufsaison 2014/2015 am 19.07.14 bei 33 Grad eröffnet worden und dass die im Lokalzeitbericht interviewten Sportler ausnahmslos nicht aus Unnaer Vereinen kamen, so hätte eine Nachfrage beim Betreiber der Eissporthalle sicher weiter geholfen:

Derzeit findet in der Eissporthalle ein mehrwöchiges Eishockeycamp für Kinder und Jugendliche von 6 – 18 Jahren im Rahmen einer Ferienfreizeit statt. Die Teilnehmer, insgesamt 300 Kinder und Jugendliche, kommen aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland. Die Stadt Unna zahlt hierfür keine Hallennutzungsgebühren.

Ich nenne diese Ferienaktion eine gute Werbung für die Stadt Unna!

Und um es gleich deutlich zu sagen: Die Energiekosten für die Eishalle trägt vollumfänglich der Pächter. Auch bei 33 Grad im Schatten. Auch das kostet die Stadt Unna somit keinen Cent.

In einem einzigen Punkt allerdings stimme ich mit Herr Schwering überein:
Das Thema ist und bleibt spannend!

gez.
Rudolf Fröhlich
Sprecher der CDU – Fraktion
im Rat der Kreisstadt Unna

Kommentare (1)

Kommentieren