Rundblick-Unna » Lehrer aus Unna vergleicht Holocaust mit Massentierhaltung: „Es reicht langsam“ – WDR berichtet in der „Lokalzeit“

Lehrer aus Unna vergleicht Holocaust mit Massentierhaltung: „Es reicht langsam“ – WDR berichtet in der „Lokalzeit“

Fassungslosigkeit bei den Redakteuren des WDR. Ein Lehrer aus Unna hat am Dienstagmorgen in der WDR 5-Sendung „Tagesgespräch“ den Holocaust mit Massentierhaltung verglichen. Und gesagt, dass ihm das Massenleid der Tiere emotional näher gehe als die Judenvernichtung. Das WDR-Fernsehen griff den Vorfall am Mittwoch in der „Lokalzeit Dortmund“ auf.

„Es reicht langsam“, habe der Pädagoge in der WDR 5-Sendung über den Schul-Lehrstoff zum Holocaust gesagt. Und dann: „Mir geht emotional die Massentierhaltung näher als Auschwitz!“. Moderatorin Elif Schinel war hörbar entsetzt.

Wie der Sender in seiner Ankündigung zum Lokalzeit-Bericht schilderte, ging es in der Anrufsendung „Tagesgespräch“ am Dienstagmorgen um das Thema „Auschwitz und ich“. Am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers habe sich alles um die Vermittlung des Themas in der Schule gedreht. Wie gut wissen Schüler Bescheid? Wie interessiert man die Generation der Kriegs-Urenkel für das Thema Nationalsozialismus und Judenvernichtung?

„Da ruft ein Mann aus Unna an und trägt mit ruhiger Stimme seine Meinung vor: Den Schülern reiche es langsam, Jahr für Jahr hätten sie das Thema wieder im Unterricht und müssten immer wieder Gedenkstätten besuchen“, schildert der WDR. Der Unnaer Lehrer habe weiter gesagt: „Mich persönlich interessiert Auschwitz privat überhaupt nicht. ich beschäftige mich lieber mit dem IS-Terrorismus, mit dem Islamismus, mir geht sogar die Massentierhaltung emotional näher als Auschwitz. Alle 20 Minuten sterben sechs Millionen Tiere, das geht mir emotional viel näher!“

Der Lehrer für Politik, Deutsch und Pädagogik sei vor zweieinhalb Jahren auf einer Kundgebung der rechtsgerichteten „Pro NRW“ in Köln ans Megafon gegangen und hätte gegen Moslems gewettert und deren homophobe Haltung angeprangert, berichtet der WDR. Islamisten machten ihm mehr Angst als Nazis. Gegen seine Dienstsuspendierung durch die Bezirksregierung Arnsberg zog der Lehrer erfolgreich vor den Kadi: Das Verwaltungsgericht Münster sah seine Äußerungen voriges Jahr als privat an, so dass er wieder unterrichten darf. Das tut er inzwischen am Weiterbildungskolleg Unna – aber nur in der Erwachsenenbildung. Dafür habe die Bezirksregierung gesorgt.

Eine Interviewanfrage des WDR habe der Pädagoge abgelehnt, so der Sender. Ein Schüler, der bei ihm Deutschunterricht hat, wird mit der Bemerkung zitiert: „Es gibt Schüler, die nicht mehr zu ihm in den Unterricht kommen, sie verweigern mit ihm zu arbeiten, weil er dauernd Sprüche drückt über den Islam und so.“

Die Sendung ist ab dem heutigen Donnerstag in der Mediathek der WDR Lokalzeit abrufbar:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-dortmund/videolokalzeitausdortmund1180.html

 

Kommentare (3)

  • Hemmer, Thomas

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    da hast Du völlig recht! Absoluter Wahnsinn war der Holocaust! Massentierhaltung ist zwar auch nicht schön – aber nicht mit Massenvernichtung vergleichbar!

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  • Hanno

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    „Das dieses Unrecht nirgends auf der Welt mehr passieren darf“ ?
    Dann empfehle ich dringend ein heutiges Engagement in Syrien, Nigeria, Afghanistan, Pakistan, Indien usw.usf. Dort geschieht heute !!! schlimmes, gegen das wir aktuell etwas tun könnten !! Besonders die Politiker ! Diese beschränken sich jedoch auf schlaue Worte aus dem warmen Wohnzimmer …..

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  • Markus

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    @Hanno,

    was denn z.B.? Deutsche Soldaten nach Syrien schicken? Nach Nigeria?
    Nach Pakistan? Usw.?

    Ich habe mir auch die Kommentare auf Facebook durchgelesen.
    Ich bin entsetzt.
    Mir erscheint, dass so mancher Schreiber sowie auch der Lehrer nicht verstanden haben um was es eigentlich geht.
    Aber wenn man Jahrelang in den Schulen nur Frontalunterricht abhält und den Schülern Namen und Zahlen einbläut, wundert mich dies nicht.

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