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"Leere Tage" und neue Hoffnung nach der Love Parade

Leere Tage“… diesmal hat Heinrich Peuckmann keinen Kriminalroman geschrieben, sondern eine bitter-süße Liebesgeschichte, die tragisch authentisch bei der Love Parade-Katastrophe in Duisburg beginnt.

Peuckmann_HeinrichFür Sven bricht eine Welt zusammen, als seine Freundin Karla in der Enge des Tunnels erdrückt wird. Verschachtelt auf zwei Zeitebenen schildert der Kamener Autor im Folgenden fesselnd Svens Geschichte: die wunderbare, glückliche Liebesgeschichte im Rückblick und dann wieder die dunklen Wochen und Monate, in denen er den traumatischen Verlust zu verarbeiten sucht. Ausgerechnet jetzt wird Svens bester Freund noch in kriminelle Machenschaften verwickelt – erst eine ungewöhnliche Freundschaft hilft dem jungen Mann zurück ans Licht, zurück ins Leben.

Peuckmann siedelt seinen Roman im Ruhrgebiet und hauptsächlich in Dortmund an. Ganz nebenbei thematisiert er auch den Niedergang des alten Reviers und die Entwicklung von etwas „ganz Neuem“. Da „Leere Tage“ diesbezüglich in doppelter Hinsicht ruhrgebiets-authentisch sind und den Strukturwandel in Romanform theamtisieren, hat Peuckmann auch bereits Lesungen weit außerhalb des Ruhrgebiets vereinbart: Gestern las er in Frankfurt.

Heinrich Peuckmann: Leere Tage, Taschenbuch, assoverlag Oberhausen 2014.

 

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