Rundblick-Unna » „Lebensgefahren“ durch Zebrastreifen am Aldi Weberstraße? FW/FLU fordert von Stadt: „Bitte dann auch alle anderen Überwege prüfen“

„Lebensgefahren“ durch Zebrastreifen am Aldi Weberstraße? FW/FLU fordert von Stadt: „Bitte dann auch alle anderen Überwege prüfen“

Wieso sträubt sich die Stadtverwaltung derart gegen einen – ursprünglich längst beschlossenen – Zebrastreifen am Aldi an der Weberstraße? Mit der (nicht nur aus Sicht der Freien Wähler) abstrusen Begründung, er würde Lebensgefahren für Fußgänger heraufbeschwören?

Unter dem Motto „Der Kampf geht weiter“ dreht die FW/FLU-Fraktion im grotesken Zebrastreifen-Streit mit der Stadt nun den Spieß herum. Sie fordert (in einem ellenlangen Antrag) die Verwaltung auf, sämtliche  Gefahrenstellen im Stadtgebiet, die durch Fußgängerüberwege gesichert sind, genau so pingelig und akribisch zu überprüfen, wie sie das offenbar in der Causa Weberstraße tut. 

Klaus Göldner

Klaus Göldner

Einfach formuliert: Die Stadt möge die strengen (Sicherheits?-)Maßstäbe, die sie an den (nicht vorhandenen) Zebrastreifen an der Weberstraße anlegt, doch bitte schön ebenso an die vorhandenen Fußgängerüberwege anlegen, fordert FW/FLU-Fraktionschef Klaus Göldner.

Sein süffisanter Zusatz: „Auch an diesen Stellen haben die Bürger unserer Stadt das Recht, die Straße gefahrlos überqueren zu können. Die Fraktion FW/FLU beantragt deshalb die Auflistung aller im Stadtgebiet eingerichteten Fußgängerüberwege gemäß § 26 StVO und deren Bewertung auf Zulässigkeit anhand der in der Vorlage genannten Bestimmungen.“

Vor dem Aldi an der Weberstraße/Ecke Beethovenring gibt es keine Querungshilfe, trotz des hohen Verkehrsaufkommens durch die Aldi-Kundschaft und ungeachtet des Montessori-Kinderhauses direkt gegenüber. So berichtete auch die Leiterin des Kinderhauses gegenüber Göldner schon von einer Reihe gefährlicher Situationen, seit der Aldi vor anderthalb Jahren eröffnete.

Querung Aldi Weberstraße

Ein Fußgängerüberweg wurde bei der Planung mitbeschlossen –  die Freie Liste fordert ihn seit über einem Jahr ein, nichts passiert.  Die Verwaltung wiegelte bisher jeden Vorstoß ab mit der (grotesk wirkenden) Begründung: Ein Überweg an dieser Stelle sei geradezu gefährlich für querende Passanten.

„Zur Unterstützung dieser Ansicht werden unhaltbare Vermutungen zum Verkehrsverhalten von Fahrzeugführern und Fußgängern aufgestellt“, kritisiert Klaus Göldner, dem sich – selbst Polizist – bei folgenden Behauptungen die Haare sträuben: Autofahrer brettern mit ungebremsten Tempo 50 vom Ring auf die Weberstraße ein und werden vor einem Zebrastreifen zur Vollbremsung gezwungen – und Fußgänger rennen generell ohne Rücksicht auf Verluste blindlings auf den Überweg, weil sie glauben, im Recht zu sein.

So, pocht Klaus Göldner auf diese (offenbar eiserne) Überzeugung der Bauverwaltung: Dann herrscht ja somit logischerweise auch auf allen anderen Überwegen im Stadtgebiet, wo viel Verkehr herrscht, chronische Lebensgefahr für Fußgänger und Autofahrer. All diese Gefahrenstellen soll die Stadt nun Punkt für Punkt auflisten. Beim Wort genommen.

Link zu unserem letzten Bericht:

http://rundblick-unna.de/zebrastreifen-am-aldi-weberstrasse-schmort-seit-13-monaten-auf-langer-bank/

 

 

Kommentare (8)

  • Jama To via Facebook

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    Wir Erwachsene sollten als ein Beispiel dafür sein und unsere Kinder beibringen um Einen gefährlichen Weg zu überqueren!
    Dafür haben Wir immer weniger Zeit!
    Überall sind Wir mit Unserem Handy und Facebook beschäftigt!
    Wenn Wir uns Zeit nehmen, dann ist kein Weg gefährlich!

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  • Jama To via Facebook

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    Hoffentlich ist nicht auch dieses schöne Baum schuld daran und bleibt erhalten!

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  • Elke Schmidt

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    Die Stadt spinnt !!! Vor jeder Schule und vielen Kitas gibts Zebrastreifen. Und vor dem einen jetzt gerade nicht ?!? Hat der Bürgermeister keine Enkel, die in diese Kita gehen ?!? Oder hat er kein Herz für die Kleinen ?!?

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  • Merye Ma via Facebook

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    Ildi Bildi

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  • Tante Lu

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    Es geht nicht um die Sache.

    Es geht nur um Macht und diese teilt die SPD gerade etwas mit der CDU.

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  • Katie Rau via Facebook

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    Recht haben sie leider. Dieser neue Zebrastreifen wäre genauso gefährlich wie der Zebrastreifen Ecke Ring/ Hertingerstraße (Rechtsabbiegerspur) und Hertingerstraße Auffahrt zum Ring! Diese beiden Zebrastreifen sind Lebensgefährlich! So oft würde ich schon mit Kinderwagen missachtet, unvorstellbar was passieren würde, wenn ein Fußgänger ungeachtet diese Zebrastreifen überquert!
    Jedoch ist KEIN Zebrastreifen auch KEINE Lösung! Tempolimit 30 in der Innenstadt schon eher!

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  • Natti

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    Muss erst wieder etwas schlimmes passieren bevor die Bürokratenärsche sich bewegen?
    Hätte man vielleicht die Zufahrt vom Aldi direkt anders geplant,dann müsste man jetzt nicht über etwas selbstverständliches diskutieren!

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