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Lebensgefährliches Rowdytum: Steinewürfe gegen Stadtbahn und Betonplatte mitten auf Gleisen

Plötzlich zersplitterte eine Fensterscheibe: Betrunkene und aggressive Rowdies haben am späten gestrigen Abend Steine gegen die U 42-Stadtbahn in Dortmund geschmettert. Eine Scheibe ging zu Bruch. Eine knappe Stunde später prallte eine andere Bahn der Linie U42 gegen eine große Betonplatte, die Unbekannte auf die Gleise gelegt hatten. Ob diese lebensgefährliche Aktion im Zusammenhang mit dem Steinewurf steht, muss noch geklärt werden.

Die Steinewerfer wurden direkt geschnappt. Eine 18jährige Dortmunderin beobachtete gegen 22.30 Uhr aus der Stadtbahn U42 heraus zwei Verdächtige in Nähe der Bahn. Die zwei jungen Männer waren gerade – wie die Straßenbahn – auf der Gleiwitzstraße unterwegs.

Als plötzlich von außen Steine flogen und eine Scheibe splitterte, informierte die Zeugin sofort den Bahnführer. Sie beobachtete aber noch, wie ein Jugendlicher die Bahn verließ und sich zu dem verdächtigen Duo gesellte. Alle drei zusammen klaubten sich kurz darauf Steine aus dem Gleisbett und bewarfen nun auch die Frontscheibe der Bahn.

Die hinzueilenden Polizisten stellten noch in Tatortnähe einen des Trios, der bereits auf der Flucht war. Die Handschellen klickten für den betrunkenen 22Jährigen. Er nüchterte im Polizeigewahrsam aus. Nummer zwei – gerade mal 12 Jahre alt – schnappten die Beamten ebenfalls und übergaben ihn seiner Mutter. Der dritte mutmaßliche „Steinewerfer“, der hager sein soll und braunes Haar hat, wird derzeit noch gesucht. Zur Tatzeit trug er einen Kapuzenpullover. Alle Drei erwartet nun ein Strafverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Dringend Zeugen sucht die Polizei für eine zweite lebensgefährliche Aktion. Um 23.35 Uhr prallte eine Stadtbahn der U42 rund 200 Meter von der Haltestelle Gleiwitzstraße entfernt vor eine Betonplatte. Der wuchtige Klotz lag mitten auf den Gleisen. Die Bahn krachte gegen ihn und blieb demoliert stehen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Ob die Betonplatte im Zusammenhang mit dem Steinewerfer-Trio steht, wird geprüft. Ein weiteres Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr wurde eingeleitet. Zeugen melden sich bei der Dortmunder Polizei unter 0231-132-7441.

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