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„Land ohne Hoffnung?“ Über die Ursprünge des politischen Islam

Eine Lesung zu einem aktuellen politischen Thema veranstaltet am Donnerstag, 23. März, die Bibliothek des Zentrums für Information und Bildung (ZiB) Dr. Aref S. Hajjaj wird ab 19.00 Uhr aus seinem neuen Buch „Land ohne Hoffnung?“ vorlesen.
In diesem begibt sich der Nahost-Experte auf die historischen Spuren des arabischen Nationalismus und des politischen Islam, die ihn auch nach Europa führen.

So erklärt er die Zusammenhänge zwischen dem deutschen Philosophen Johann Gottlieb Fichte, dem Palästinakonflikt und dem Flächenbrand, der den Irak und Syrien erfasst hat und dadurch auch das deutsche politische Geschehen direkt beeinflusst.

„Der aktuelle Dschihadismus, wie er sich im »Islamischen Staat« zeigt, ist viel enger mit weltlich orientierten Kräften des arabischen Nationalismus verbunden als oft angenommen“, schreibt die Stadt Unna in ihrer Ankündigung. „Der Irakkrieg und die Repressionen gegen die Palästinenser durch Israel haben seiner Ansicht nach entscheidend zur gegenwärtigen Krise im Nahen und Mittleren Osten beigetragen. Ein eigener palästinensischer Staat sei durch den israelischen Siedlungsbau inzwischen unmöglich geworden. Hajjaj plädiert daher langfristig für einen gemeinsamen Staat von Israelis und Palästinensern, für deren Gründung beide Seiten von ihrem jeweiligen Nationalismus Abschied nehmen müssten…“

Dr. Aref S. Hajjaj war langjähriger Vizepräsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft und Dolmetscher im Auswärtigen Amt. Seit 2003 ist er als Vorsitzender des Palästina-Forums in Bonn und als Nahost-Experte tätig.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, zur besseren Planung wird jedoch online oder telefonisch unter 02303/103-714 um eine Anmeldung gebeten.

 

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