Rundblick-Unna » Land entscheidet bis Juli über Ampel auf Wilhelmshöhe: Ein Antrag dafür – einer dagegen

Land entscheidet bis Juli über Ampel auf Wilhelmshöhe: Ein Antrag dafür – einer dagegen

Seit Jahren wird geplant und ebenso lange wird diskutiert. Ab Juli soll sie jetzt gebaut werden – die hitzig debattierte Ampel auf der Wilhelmshöhe. Doch vorher beschäftigte sich noch der Petitionsausschuss des NRW-Landtages mit der Umgestaltung des Verkehrsknotenpunktes Wilhelmshöhe (B 233 / K 26) in Fröndenberg/Stadtgrenze zu Unna.
Bei einem  Ortstermin verschaffte sich die Delegation aus Düsseldorf einen Eindruck von der Verkehrssituation. Sie schuf damit die Basis für die Entscheidung – die noch aussteht  – über zwei widerstreitende Petitionen aus dem Frühjahr: die eine ist für eine Ampel, eine dagegen (wegen der Furcht vor Monsterstaus Richtung Unna wie auch in Gegenrichtung Langschede). Nach aktuellem Stand wollen der Kreis und der Landesbetrieb Straßen NRW bekanntlich eine Ampelanlage bauen.

An dem Erörterungsgespräch nahm das Landesverkehrsministerium teil,  die Bezirksregierung Arnsberg, der Landesbetrieb Straßen NRW, der Kreis-Fachbereich Bauen und die Kreispolizeibehörde – sowie, natürlich, die Stadt Fröndenberg. Besonderheit: Zu diskutieren sind zwei widerstreitende Petitionen gleichzeitig – eine, die die Ampel ausdrücklich will, und eine, die sie ausdrücklich nicht will. Das Problem: Ganz „regellos“ wie jetzt ist gefahrloses Linksabbiegen in den Stoßzeiten fast unmöglich, doch durch eine Ampel befürchten die Gegner einen Verkehrskollaps auf der vielbefahrenen B 233 (Unnaer-/Iserlohner Straße).

Die Behördenvertreter unterstrichen beim Termin vor Ort dringenden Handlungsbedarf. Zugleich erinnerten sie daran, dass eingeforderte Alternativen – Bypass-Regelung, Temporedzierung auf der B 233 und vor allem ein Kreisverkehr – gründlich überprüft worden seien. Ergebnis: allesamt „nicht zielführend“. So kamen die Fachbehörden zum Ergebnis, dass eine verkehrsabhängig gesteuerte Ampel der Situation am besten gerecht werden würde: Sie sorge für sicheren Verkehrsfluss und schütze schwache Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger. Gestützt wird die Beurteilung der Fachleute durch ein externes Gutachten und Berechnungen zur Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes.

Petitionsausschuss entscheidet zügig

Der Landesbetrieb Straßen NRW möchte Anfang Juli mit der auf drei Monate angelegten Umgestaltung des Knotenpunktes und der Errichtung der Ampelanlage beginnen. Nach derzeitigem Stand wird der Petitionsausschuss voraussichtlich in der nächsten Woche abschließend über die eingereichten Petitionen beschließen.

Kommentare (9)

  • Rundblick Unna via Facebook

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    … der Betrag wurde noch einmal upgedatet, dabei sind die ersten Kommentare leider gelöscht worden. Verzeiht uns – einfach nochmal kommentieren! :-)

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  • Helmut Brune

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    Na ja, für dieses Mal sei es euch verziehen. ha ha ha.
    Ich nehme an, daß es um die Kreuzung geht, wo es, aus Unna kommend, linksab, am Bismarckturm vorbei Richtung Frömern geht. Landschaftlich bedingt ist diese Kreuzung unübersichtlich. Eine Ampelanlage, die durch das Verkehrsaufkommen gesteuert wird, würde ich Befürworten, zumal da doch nicht so unheimlich viel Verkehr ist. Ich kann mich jedoch Irren, weil ich die aktuelle Situation nicht wirklich kenne.

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  • Maxim De via Facebook

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    Ein Kreisverkehr ist sinnvoll, die Ampel kann man sich sparen weil man dann dort ohnehin nur Stillstand vorfinden wird!

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  • anke bobrowski

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    Das wird auch Zeit! Jeder der von Altendorf oder Billmerich kommend Richtung Unna oder Frömern möchte, schwebt in akuter Lebensgefahr!

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  • Walter Oberschachtsiek via Facebook

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    Eine Ampelanlage auf der Wilhelmshöhe wäre der absolute Schwachsinn, wie schon gesagt, die Rückstaus in Richtung Langschede und Unna würden endlos lang werden. Gerade deswegen sehe ich auch in ein Problem im Winter bei Eis und Schnee. Selbst bei fließendem Verkehr kommt der Verkehr nur schwer den Berg hoch, weil der Streudienst nicht Zeitnah die Straßen griffig macht. Was soll passieren, wenn der Verkehr durch ständiges Stop and Go durch eine Ampelregelung noch zusätzlich behindert wird. Es geht dann gar nichts mehr. Alles steht. Die einzige Lösung wäre ein Kreisverkehr, um die angespannte Verkehrslage zu mildern. Willkommen auf dem größten Parkplatz NRW !!!!

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