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Ladung im Unfall-LKW war schlecht gesichert

Der Rettungshubschrauber ist im Einsatz, ein Fahrer ist im Führerhaus eingeklemmt. Foto: Tobias Kestin

Der Rettungshubschrauber ist im Einsatz, ein Fahrer ist im Führerhaus eingeklemmt. Foto: Tobias Kestin

Noch bis in den späten Abend dauerte es, bis die B1 wieder frei war. Offen ist dagegen noch die Frage nach der Ursache des schweren Unfalls kurz vor dem Autobahnkreuz: Warum ist der Lastwagen-Fahrer fast ungebremst auf seinen Vordermann aufgefahren? Der Unfallverursacher liegt schwerverletzt auf der Intensivstation.

Es war kurz vor 17 Uhr, als sich der Verkehr auf der B1 kurz vor dem Autobahnkreuz Dortmund / Unna staute. Ein 59-jähriger Lastwagenfahrer aus Duderstadt (Niedersachsen) wartete auf der rechten Spur, als ein 48-Jähriger aus Ilmenau (Thüringen) nicht mehr schnell genug reagieren konnte: Er schaffte es nicht mehr seinen Lastwagen zu bremsen und prallte auf seinen Vordermann.

Schlecht gesicherte Stahlringe geladen

Geladen hatte der Mann Stahlringe, die pro Stück rund eine Tonne wiegen. Durch die Wucht des Aufpralls und nach Polizeivermutung auch der schlechten  Ladungssicherung rutschten die Stahlteile nach vorne, durchschlugen die Rückseite des Sattelaufliegers und rissen die Kabine des Lastwagens von der Zugmaschine.

Das Opfer wurde in diesem Führerhaus eingeschlossen. Zwei Stunden arbeiteten die Feuerwehrleute, bis sie den 48-Jährigen aus dem zerstörten Führerhaus gerettet hatten. Der Mann kam mit dem Rettungshubschrauber zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus. Auch der 59-Jährige, auf den der vermutliche Unfallversursacher aufgefahren, ist musste zur Behandlung, allerdings nur ambulant.

Verkehr über Tankstelle abgeleitet

Die Polizei sperrte die B1 in Richtung Kassel für die Dauer der Rettungs,- und Bergungsmaßnahmen ab der Anschlussstelle Holzwickede. Die Verkehrsteilnehmer die sich unmittelbar vor der Unfallstelle befanden, konnten nach Weisung durch die Polizei über das Gelände einer Tankstelle zurückgeführt und abgeleitet werden.

Offenbar war das einigen Wartenden nicht schnell genug: In der vorangegangenden Meldun kritisierten die Beamten zahlreiche Autofahrer, die einfach gewendet haben und durch die Rettungsgasse zur nächsten Ausfahrt kommen wollten. Damit haben sie die Anfahrt der Retter behindert. Das sei nicht nur gefährlich, sondern kann auch teuer werden.

Autobahn um 22.27 Uhr wieder frei

Der Verkehr staute sich auf der B1 und auf den Umleitungsstrecken teilweise auf mehrere Kilometer zurück. Es entstanden erhebliche Verkehrsbehinderungen. Die Fahrtrichtung Kassel konnte gegen 22.27 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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