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Kreishaus-Kreisel bleibt noch mindestens ein Vierteljahr einspurig – oder auch dauerhaft

Seit knapp fünf Monaten ist der – für seine Unfallträchtigkeit berüchtigte – „Kreishaus-Kreisel“ jetzt auf Einspurigkeit verengt. Staus bis zurück in den Ringtunnel sind im Berufsverkehr zur Regelmäßigkeit geworden, Umfahrungen in Richtung Viktoria- und Hammer Straße ebenso.

Die am 4. Juni gestartete und für ein halbes Jahr geplante Testphase wird noch mindestens drei Monate andauern. Denn erst wenn die Unfall-Jahresstatistik vorliegt, wird entschieden, wie es in Sachen Ein- oder Doppelspurigkeit weitergeht. Dies erklärte Stadtsprecherin Katja Sahmel auf Rundblick-Anfrage. Die Jahres-Unfallstatistik der Kreispolizeibehörde werde demnach im Februar bis März 2015 vorgestellt und ausgewertet. „Bis dahin wird die Einspurigkeit zunächst bleiben“, konkretisierte Katja Sahmel das geplante weitere Vorgehen der Stadt.

Hat die Kappung der Einfahrspuren und die Verengung des Kreisel-Inneren in den ersten fünf Monaten die Unfallhäufigkeit reduzieren können? Dazu stellt die Sprecherin der Kreispolizeibehörde, Ute Hellmann, die Zahlen gegenüber.

Zwischen dem 4. Juni und dem 30. September dieses Jahres nahm die Kreispolizei am Kreisel zwei Verkehrsunfälle mit jeweils Leichtverletzten auf. Beide hatten die gleiche Ursache: Fehler beim Einbiegen bzw. Kreuzen.

Im direkten Vergleich der Vorjahreszeitraum – 4. 6. bis 30. 9. 2013: Da war der Kreisel noch zweispurig. Es passierten drei schwerwiegende Unfällen mit hohen Sachschäden und ein weiterer mit einem Schwerverletzten. Zwei dieser Unfälle geschahen beim Einbiegen/Kreuzen, die anderen beiden beim Ausfahren aus dem Kreisel.

Kreisel zweispurig

Ein Bild von Ende April, als noch beide Einfahrspuren geöffnet waren und der Kreisel einen größeren Innendurchmesser hatte.

Was den Vergleich allerdings schwierig macht: Die polizeiliche Statistik erfasst keine reinen Blechschäden. „Deshalb“, schränkt Polizeisprecherin Hellmann ein, „kann mit den hier erhobenen Zahlen keine repräsentative Aussage zur Unfalllage am Kreishauskreisel gemacht werden.“

Es bleibt deshalb spannend abzuwarten, wie sich die Auswertung der Unfalljahresstatistik im Februar/März auf die Entscheidung niederschlägt: Bleibt der Kreisel einspurig? Oder dürfen/können/sollen/müssen die Verkehrsteilnehmer wieder auf zwei Spuren in einen wieder verbreiterten Kreisel einfahren? Darüber wird die Unfallkommission entscheiden. Die Kreispolizeibehörde ist darin beratendes Mitglied.

Kommentare (4)

  • Dr. Anja Seifert-Weßel

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    Es wäre sinnvollihn zu einem vollwertigen zweispurigen Kreisel auszubauen, der auch die weiterte Fahrtrichtung der Fahrzeuge berücksichtigt. Diese werden in den Niederlanden seit Jahren Unfallarm verwendet.

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  • Tanja

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    Ja,finde ich auch. Schieße mich zu 100% an

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  • Tanja

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    Sollte „schließe“ heißen :)

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  • Oualid

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    Ich bin der meinung. Weite ist gut für fußgãnger

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