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Kreishaus-Kreisel bleibt auch über Ostern weiter test-einspurig: Entscheidung erst im April

Und zum zweiten Mal geht´s in die Verlängerung mit der testweisen Verkleinerung des Kreishaus-Kreisels. Des Pendlers liebster Unnaer Kreisverkehr wird auch über Ostern auf Einspurigkeit verengt bleiben. Erst im April setzt sich die Unfallkommission des Kreises zur entscheidenden Beratung zusammen und entscheidet, ob der Kreisel dauerhaft einspurig bleibt oder sich wieder auf frühere Zweispurigkeit zurückverbreitern darf.

Man kann sich schon kaum mehr an jene zweispurigen Zeiten erinnern: Im Frühsommer vorigen Jahres verengte die Stadt das hoch unfallträchtige Rondell von zwei auf nur noch eine Einfahrspur pro Arm und reduzierte zudem den Innendurchmesser. Angewiesen hatte diese Maßnahme das Land NRW – da es im Kreisel gar zu oft krachte und oft auch mit ernsten Folgen gerade für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Fußgänger, Radler, Rollerfahrer.

Die zunächst bis zum Jahresende deklarierte Probephase wurde zunächst bis Februar verlängert – da dann die Unfallkommission tagen sollte; sie tagt jetzt aber erst im April, gab die Verwaltung heute Abend im Verkehrsausschuss auf Anfrage Klaus Göldners (FW/FLU) bekannt.

Somit bringt der Osterhase Unnas Staugenervten nicht die ersehnte Zweispurigkeit zurück. Diejenigen, die den Kreisel einspurig besser weil sicherer finden (auch die gibt es in erheblicher Zahl), können sich hingegen freuen. Voraussichtlich wird ihre Freude auch von Dauer sein, denn laut der aktuellen Verkehrsstatistik der Kreispolizeibehörde knallt es im Kreisel durchaus weniger, seit er zwangsverengt wurde. Deutlich zugenommen (vor allem im Ringtunnel) haben hingegen die Staus. Aber selbst der Sprecher der Autolobby, Peter Meintz vom ADAC, urteilte im Herbst bei einer „WDR Staufrust“-Sendung live vor Ort am Kreisel: „Der Kreisel funktioniert einspurig.“ Nicht wirklich günstige Aussichten daher für eine Rückkehr zum Zweispuren-Kreisel, zumal sich deutsche Verkehrsteilnehmer aus Sicht des ADAC-Experten mit Kreisverkehren generell schwertun: Anders als in Nachbarländern wie den Niederlanden oder Frankreich, wo Kreisverkehre seit Jahrzehnten die Regel sind, habe sich der Deutsche noch nicht genügend daran gewöhnt. Er brauche klare Regeln.

Was indes am Ende schwerer wiegt – höhere Sicherheit oder  reibungsloser Verkehrsfluss – entscheidet eben die Unfallkommission. In diesem Gremium wirkt die Polizei übrigens lediglich beratend mit. Das letzte Wort hat in dieser Frage die Stadt Unna.

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