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Kreis Unna: Stallpflicht für Geflügel teilweise aufgehoben

Wie der Kreis Unna meldet, wurde die im November verhängte Stallpflicht nach Ausbruch der Geflügelgrippe in ganz NRW gelockert. Die Veterinärbehörde des Kreises hatte die Stallpflicht im letzten Jahr angeordnet, nachdem an Hengstey- und Phönixsee infizierte Tiere aufgefunden worden waren.

Liegt die Geflügeldichte bei weniger als 300 Tieren pro Quadratkilometer, besteht nach Einschätzung des Fritz-Loeffler-Institutes nur noch ein geringes Einschleppungsrisiko. Für den Kreis Unna bedeutet dies, dass die Stallpflicht in Bergkamen, Holzwickede, Kamen, Lünen und Schwerte aufgehoben ist.

Nicht im gesamten Kreis

Dies gilt jedoch nicht für Bönen, Fröndenberg, Selm, Unna und Werne, da die Geflügeldichte in diesen Städten bei über 300 Tieren pro Quadratkilometer liegt. Die Stallpflicht betrifft Betriebe, aber auch private Haushalte, die Legehennen, Masthühner, Puten, Enten, Gänse oder anderes Geflügel halten.

Hintergrund: Geflügelinfluenza

Ende letzten Jahres brach die Geflügelinfluenza, auch bekannt als H5N8 oder Vogelgrippe, deutschlandweit aus und sorgte für umfassende Vorsorgemaßnahmen von Bund und Ländern. Geflügelausstellungen wurden verboten, Nutzgeflügel in die Ställe gesperrt. Auch der Kreis Unna war davon betroffen.

Das Virus gilt als ernstzunehmende Bedrohung für Hausgeflügel, ist aber für den Menschen nicht gefährlich. Auch die Übertragung des Virus über Produkte wie Eier oder Fleisch gilt nach derzeitigen Erkenntnissen als unwahrscheinlich.

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