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Kreis Soest: Streit unter Asylbewerbern eskaliert

Wieder hat ein eskalierter Streit in einer Asylunterkunft die Kreispolizeibehörde Soest auf den Plan gerufen. Vermutlich aus einem nichtigen Grund (man stritt offenbar um einen Schlafplatz) gingen am Mittwochmorgen gegen 07:30 Uhr zwei Asylbewerber unterschiedlicher Nationalitäten in einer Unterbringung in Lippetal-Oestinghausen aufeinander los.

„Im Verlauf des Streites verletzte der 31-Jährige den 19-Jährigen mit einem Messer und flüchtete zu Fuß“, heißt es in der kurzen Polizeimeldung dazu. Der 19-Jährige sei mit einem Rettungstransportwagen in ein Krankenhaus eingeliefert worden,  konnte nach ambulanter Behandlung inzwischen wieder entlassen werden.

Auf Nachfrage am heutigen Freitag bestätigte ein Soester Polizeisprecher,  dass der Ältere (der das Messer führt) noch vor dem Eintreffen der Polizei in der Unterkunft geflüchtet war und bisher nicht wieder aufgetaucht ist. Für eine Suche mit Haftbefehl ist das Delikt allerdings nicht schwerwiegend genug. Gleichwohl wurde gegen den 31 Jährigen ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Wird er gefunden, liegt es in der Entscheidung der Gemeinde, ihn wieder in derselben Unterkunft oder anderswo unterzubringen.

Die Kreispolizeibehörde Soest berichtet relativ häufig von Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften, zuletzt über gleich zwei in derselben Nacht Mitte Mai. Wie uns der Polizeisprecher sagte, sorge vor allem das Zusammenleben auf engem Raum von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten für Spannungen und Konflikte, die sich – je nach Temperament der Beteiligten – auch heftig entladen könten.

Ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes Unna, das bis Sommer vorigen Jahres die Notunterkünfte in Bönen und Werne betrieb, sagte auf einer der Bürgerversammlungen, dass das größte Problem für viele Bewohner das monatelange Warten und die Langeweile sei.

 

Kommentare (7)

  • Elisa Pitney

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    Jemand , der bereit ist, einen anderen Menschen mit einem Messer zu verletzen, hat hier sein Asyl verwirkt und gehört abgeschoben .

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  • Willy

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    Schuld sind unsere Behörden.
    Keine Freizeitangebote, (Freikarten für Freibäder, Museen,….) keine schönen Wohnungen oder Häuser, zu wenig finanzielle Unterstützung.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Antwort auf FB von SILKE KRÜGER

      Silke Krüger : Klar doch Karten für Freibäder, das fehlt auch noch, was da passiert, wissen wir alle. Zurück schicken da wo sie her gekommen sind auf direktem Weg oder noch besser Grenze schützen gar nicht erst rein lassen. Freizeit Angebot, die können die Strassen fegen, dann tun sie was für ihr Geld das sie bekommen.

      Rundblick Unna : Slke Krüger, Willys Kommentar ist ganz offensichtlich ironisch gemeint.

      Silke Krüger
      : okay :-) will ich fast hoffen :-)

      Rundblick Unna : Bei Willy sind wir uns dessen sicher.

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Kommentare auf Facebook

    Arndt Schulte Versteh ich irgendwie nicht, er flüchtet bewaffnet nachdem er jemanden Gott sei dank nur leicht verletzt hat und es gibt keinen Grund für einen Haftbefehl? Nicht das er jetzt im desolaten psychischen Zustand eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen könnte, wie ja beschrieben greift er schon bei Nichtigkeiten zum Messer. Ich empfinde das irgendwie als Fahrlässig.

    Rundblick Unna Das kam uns in der Polizeimeldung auch komisch vor, deswegen haben wir heute nochmal nachgefragt. Die Verletzung sei nur sehr leicht gewesen, sagte der Polizeisprecher, einen Haftbefehl rechtfertige eine solche Auseinandersetzung nicht…

    Rolf Simon Ach, diese lieben Goldjungen. War bestimmt wieder Nutella alle.

    Jenny Prüfel
    😂😂😂😂😂😂😂

    Rundblick Unna
    Nein, es ging offenbar um einen Schlafplatz.

    Silke Krüger
    nichts neues, ist ja schon Alltag geworden und Messer scheinen sie alle täglich bei sich zu haben :-( im Wilden Westen sind wir schon längst angekommen

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  • fürst

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    Das Mitführen eines Messers als Waffe und die bewiesene Bereitschaft dazu, ein Messer als Angriffswaffe gegen Menschen zu benutzen, sollen nicht schwerwiegend genug sein für einen Haftbefehl. Unglaublich. Wie im Tollhaus. Für die Polizei gilt ein Verhinderungsgebot.

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  • Willy

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    Ja, war ironisch gemeint, denn das klingt besser, als wenn ich schreibe was ich wirklich denke.

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  • frank

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    Also….
    Schlafplätze sind zu wenige,
    und das lange warten, wo drauf?
    Und langweilig ist den auch noch?
    Von wegen!?
    Die lachen sich schlapp über Uns deppen, die alles glauben, nichts sagen und nichteinmal mehr Schreiben was sie denken!
    Für Ironie ist kaum noch jemand fähig und auch nicht für Anstand, Benehmen, Respekt und Kritikfähigkeit!
    Meine gedanken sind frei von ketten!
    Mach doch mal jemand das licht an!

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