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Kreis prüft in Fröndenberg, Bönen und Howi Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen

Tempo 30… kennen wir z. B. als 30er-Zonen in Wohngebieten. Auf Hauptstraßen sind maximal 30 km/h noch die Ausnahme. Noch, betont die Straßenverkehrsbehörde des Kreis Unna. Aber nicht mehr lange.

Sie will einen erweiterten gesetzlichen Spielraum, der seit ca. 4 Wochen gilt, in Fröndenberg, Bönen und Holzwickede nutzen. Konkret geht es um Straßen direkt vor Kindertagesstätten, Schulen, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern. Tempo 30 kann dort jetzt leichter angeordnet werden. „Jede in Frage kommende Stelle wird geprüft“, kündigt Günter Sparbrod vom Straßenverkehrsamt an.

Auf einer Hauptverkehrsstraße das Tempo auf 30 zu drosseln war bisher mit hohen Hürden gepflastert. Zum Beispiel musste ein Unfallschwerpunkt nachgewiesen werden, konkret an  Fallzahlen. Im Interesse „besonders schützenswerter Verkehrsteilnehmer“ können die zuständigen kommunalen Ämter Tempolimits seit Mitte Dezember aber auch ohne den Nachweis einer besonderen Gefahrenlage anordnen.

„Auch der Kreis Unna in seiner Funktion als Straßenverkehrsbehörde für die kleinen kreisangehörigen Kommunen Bönen, Fröndenberg und Holzwickede möchte den erweiterten Spielraum nutzen“, kündigt Günter Sparbrod an. Das bedeute nicht, dass nun automatisch vor jedem Seniorenheim und vor jeder Kita ein Tempo 30-Schild throne. „Jeder Einzelfall muss geprüft werden, denn gewisse Hürden hat der Gesetzgeber noch eingebaut und es kommt auf die Mitwirkung der Straßenbaulastträger an.“

Der Kreis will deshalb alle in Frage kommenden Bereiche in Bönen, Fröndenberg und Holzwickede genau unter die Lupe nehmen, sobald die vom Gesetzgeber angekündigten Ausführungsvorschriften vorliegen. Zu den Sonderverkehrsschauen werden auch Vertreter der Kommunen und der zuständigen Straßenbaulastträger eingeladen.

Kommentare (6)

  • Helmut Brune

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    In Bereichen, wo nachweislich Menschen gefährdet werden können, wie denen im Bericht aufgeführten, wäre Tempo 30 sicher Sinnvoll. Auf Hauptverkehrsstraßen wird es eher zu Staubildung kommen. Also Tempo 30 nur dort, wo es Sinnvoll ist.

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    • Silvia Rinke

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      Es GEHT konkret um Hauptverkehrsstraßen. 😉

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  • Luenne

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    In unserer kleinen Stadt ist doch fast jede Straße eine Hauptstraße :-)

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    • Silvia Rinke

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      :-) Hi hi… jep, es geht hier allerdings um Hauptverkehrsstraßen im Sinne der Behörden, sprich um Kreis- oder Bundesstraßen, nicht um piselige Gemeindestraßen :-)

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  • Markus Antonius

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    Super: wir sollen mobiler werden, aber der Verkehr wird behindert. Hier geht es doch gar nicht um Verkehrssicherheit, sondern um rot-grüne Anti-Auto-Politik. Und natürlich um neue Blitzer-Standorte.

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  • Wierumer

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    na Prima, dann gibt es ja mal wieder für teures Geld ein Gutachten. Tempo 30 für Schulen und Kindergärten gibt es ja bereits, einfach mal zu den Bring- und Abholzeiten dahin stellen und darauf achten wer Tempo 30 nicht einhält.

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